Störche fühlen sich im Mühlenkreis pudelwohl. Marske

Störche fühlen sich im Mühlenkreis pudelwohl. Marske

Mühlenkreis 26.06.2017 Von Die Harke

Weißstörche auf neuem Rekordhoch

Aktionskomitee im Mühlenkreis bilanziert

Vor genau 30 Jahren gründete sich das Aktionskomitee „Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“ mit dem damaligen Oberkreisdirektor Dr. Rolf Momburg an der Spitze, denn mit nur noch drei Brutpaaren im Kreis und in NRW drohte das endgültige Aussterben der Störche im Nachbar-Bundesland. Die Bemühungen waren erfolgreich: „Heute kann der Mühlenkreis gleichermaßen auch als Storchenkreis auftreten – ein zweitens umgestellt positives Lebenssymbol der Region“, teilt das Komitee mit. In diesem Jahr zählen die Verantwortlichen 64 Storchenpaare. „Das ist nach dem bisherigen Rekord im Jahre 2015 mit 57 besetzten Nestern und insgesamt 106 ausfliegenden Jungstörchen der höchste Stand seit mehr als 100 Jahren. Wie viele Störche in diesem Jahr ausfliegen werden, hängt auch von den Wetterbedingungen ab. Doch, wenn es nicht zu lange zu trocken oder zu nass, zu kalt ist, kann diese Saison in unserem Kreis mit einem neuen Rekord beendet werden.“

Zu seinem 30. Geburtstag wirbt das Aktionskomitee mit einer Reihe von Angeboten für eine noch stärkere Verankerung seiner Arbeit in der Bevölkerung. Der Sonderausstellung zum Glücks- und Kinderbringer im Mindener Museum folgt aktuell eine Wanderausstellung durch viele Orte des Kreises. Gerade erscheint das neue Buch des Aktionskomitees „Der Weißstorch. Vom Vogel zum Kult“. Am 9. Juli folgt ein großes Storchen-Familienfest im und am Haus „Windheim No.2“. Hier lädt auch der im Spätsommer des vergangenen Jahres neu eröffnete Storchenspielplatz ein, den Storch und seinen Lebensraum spielerisch kennen zu lernen. Im November soll dann ein fachliches Symposium den Abschluss des Jubiläumsjahres bilden.

Die NRW-Stiftung „Natur Heimat Kultur“ stellte seinerzeit die Mittel zur Verfügung, um den beliebten Vogel im Mühlenkreis zu halten. Zusammen mit anderen Trägern wurden bis heute rund 500 Hektar Land erworben, die das Aktionskomitee für den Weißstorch, aber auch andere Tier- und Pflanzenarten und nicht zuletzt für den Menschen sichern konnte. Neben der Förderung des Storchenlebensraums, überwiegend in der Weseraue, der Bastauniederung und im Leverner Bruch, war dem Aktionskomitee die Öffentlichkeitsarbeit von Anfang an wichtig.

Eine Bilanz der laufenden Saison, Neuigkeiten, die Storchenwebcam „Altes Amtsgericht“ und anderes Interessantes über den Storch, über das Aktionskomitee und das westfälische Storchenmuseum ist unter www.stoerche-minden-luebbecke.de im Internet zu finden.

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Erstellt:
26. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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