Soldaten des Multinational CIMIC Command informierten sich über die Arbeit des Netzwerks „Dörverden hilft“. Foto: Baade

Soldaten des Multinational CIMIC Command informierten sich über die Arbeit des Netzwerks „Dörverden hilft“. Foto: Baade

Langendamm 09.10.2020 Von Die Harke

Weiterbildung für Corona-Hilfseinsatz

Multinational CIMIC Command bereitet sich auf Unterstützung in Pandemielagen vor

Die Soldatinnen und Soldaten des Multinational CIMIC Command in Nienburg-Langendamm bereiten sich darauf vor, bei einer Fortdauer der Corona-Situation bundesweit in der Organisation von Amtshilfe für die zivile Seite unterstützen zu können.

„Dies üben sie im Rahmen einer ,Kräftespezifischen Teamausbildung‘ vom 28. September bis 9. Oktober. In der ersten Woche standen theoretische Unterrichte in der Clausewitz-Kaserne an, in der zweiten Woche nehmen Teams an Sitzungen des Krisenstabes des Landkreises Verden sowie des Netzwerks ,Dörverden hilft‘ teil“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Weitere Gespräche hätten bereits mit dem Bürgermeister von Dörverden, dem Leiter der Gesamtschule Dörverden und dem Leiter des Trinkwasserverbandes Verden stattgefunden.

Hauptaufgabe der CIMIC-Spezialisten sei die zivil-militärische Zusammenarbeit unter anderem bei Stabilisierungseinsätzen im Ausland.

Warum sie jetzt auch für Hilfeleistung im Innern gefragt sind, erläutert der Ausbildungsleiter, Oberstleutnant Stefan Bormann: Im Inland betreibe die Bundeswehr ein Netz von Kreis- und Bezirksverbindungskommandos, die in den Krisenstäben der entsprechenden Verwaltungsebenen beratend tätig seien und notwendige Anforderungen militärischer Hilfeleistung begleiteten.

„Diese Verbindungskommandos sind mit Reservisten besetzt, die in Zivilberufen stehen, im Freundes- und Familienkreis eingebunden sind und die natürlich vor einer Covid-19-Erkrankung nicht gefeit sind. Bei Engpässen, die sich nicht ausschließen lassen, müssen deshalb aktive Teams einspringen können. Und für so einen Fall kommen wir vom MN CIMIC Cmd aufgrund unserer Ausbildung und Tätigkeit besonders infrage. Damit wir besser vorbereitet sind, wenn ‚der Kittel brennt‘, führen wir jetzt diese spezielle Weiterbildung durch.“

Der Landkreis Verden sei hierfür als Leuchtturmprojekt ausgewählt worden, weil dort die Zusammenarbeit zwischen dem Krisenstab und dem Kreisverbindungskommando besonders gut sei. Oberstleutnant Olaf Schlemminger ist Reservist und Leiter des Kreisverbindungskommandos Verden.

Er erklärt: „Im Landkreis Verden ist das Kreisverbindungskommando ein fester Bestandteil des Katastrophenschutzstabes – und das nicht nur in Krisenzeiten. Die positive Aufnahme durch die Verwaltung und die sehr gute Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen sind die optimale Grundlage, um im Katastrophenfall gemeinsam erfolgreich handeln zu können.“

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Erstellt:
9. Oktober 2020, 19:37 Uhr
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