Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Die Beförderten, Klaus Hotze (rechts) und Ingo Müller (mitte), mit dem Verabschiedeten Rainer Thies (2. von rechts), dem Geehrten Hartmut Kaddatz (2. von links) und Kreisbrandmeister Bernd Fischer (links). Foto: Möhring

Die Beförderten, Klaus Hotze (rechts) und Ingo Müller (mitte), mit dem Verabschiedeten Rainer Thies (2. von rechts), dem Geehrten Hartmut Kaddatz (2. von links) und Kreisbrandmeister Bernd Fischer (links). Foto: Möhring

Landkreis 10.12.2019 Von Martin Möhring

Weitere Fusionen stehen an

Kreisfeuerwehr blickte zurück und in die Zukunft

Auf ein relativ ruhiges Jahr ohne spektakuläre Großereignisse, aber mit konstanten 1200 Einsätzen bis zum 1. Dezember, blickte Kreisbrandmeister Bernd Fischer bei der jahresabschließenden Gemeindebrandmeisterdienstbesprechung und Vorstandssitzung des Kreisfeuerwehrverbandes Nienburg in Bücken zurück. Auch die Zahl der Aktiven blieb mit rund 4300 Frauen und Männern konstant.

Weitere Fusionen von Feuerwehren stünden jedoch an, der demographische Wandel mache sich bemerkbar. Umso wichtiger bleibe eine gute Jugendarbeit mit den Mädchen und Jungen in den Jugend- und Kinderfeuerwehren. Eine gute und moderne Ausrüstung sei Motivation für die Feuerwehr und kein Spielzeug. So rief Fischer die Umsetzung des Gefahrenabwehrplanes Weser in Erinnerung, alle vier Einsatzboote sind Beschafft und in Dienst gestellt. Der Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) im Gewerbegebiet in Lemke komme in die Planungsphase. Die ersten Gespräche mit den Fachzügen wurden durchgeführt, erste Konzepte entworfen.

Größtes Projekt bleibt die neue FTZ

Ein unspektakuläres Jahr mit viel Arbeit sah auch Landrat Detlev Kohlmeier. „Das kann aber mehr werden, durch den Klimawandel und mehr Verkehr“, mahnte er an, sich den künftigen Herausforderungen zu stellen. Die Ehrenamtlichen brächten sich ein, wenn sie gebraucht werden, dabei sei die Anzahl der Einsatzkräfte entscheidend, und nicht die Anzahl der Feuerwehren. Und der Landkreis ist mit seinen Kreiseinheiten sehr gut aufgestellt. Um die Aufgaben zu meistern, seien eine gute Ausrüstung und ein guter technischer Standard erforderlich. Diese seien zusammen mit den Kommunen im Landkreis geschaffen worden. Neben den vier neuen Mehrzweckbooten gehöre sicher auch die neue Drohne dazu, die jetzt einsatzbereit sei, so Kohlmeier. Größtes Projekt bleibe die neue FTZ, für deren Umsetzung aktuell das Leistungsverzeichnis erstellt werde. Sie soll dem Bedarf und den Anforderungen an ein modernes Zentrum gerecht werden, und möglichst 2024 fertig gestellt werden.

Der Ausbildungsstand der Einsatzkräfte verbesserte sich durch verschiedene Lehrgänge auf Kreisebene. Zusammen konnten 612 Teilnehmer erfolgreich ausgebildet werden, und der Lehrgangsverfall lag bei nur einem Prozent, berichtete stolz Ausbildungsleiter Christian Wehrenberg. Dazu trugen 60 Kreisausbilder bei. In die Brandschutzerziehung konnten in den zurückliegenden zwölf Monaten 5309 Kinder und Erwachsene in Kindergärten, Schulen und verschiedenen Einrichtungen und Kreisen eingeführt werden. Die 47 Brandschutzerzieher leisteten insgesamt 797 Stunden, der Brandschutzanhänger wurde 51 mal für Informationsveranstaltungen ausgeliehen, teilte Ulrich Ehrich mit.

ABC-Zug, Technische Einsatzleitung und Verpflegungszug

Der ABC-Zug wurde im laufenden Jahr bei 16 Einsätzen gefordert. Insgesamt leisteten die 40 Aktiven 3288 Dienststunden, berichtete Zugführer Patrick Poppe.

Die Technische Einsatzleitung (TEL) des Landkreises kann jetzt auf 42 Aktive zurückgreifen. Diese leisteten 4357 Stunden bei 114 Diensten, vier Einsätzen, Übungen und verschiedenen Lehrgängen, teilte ihr Leiter Sven Döding mit.

Viel Arbeit gab es auch für den Verpflegungszug aus Wietzen, der nicht nur bei Einsätzen für Essen und Getränke sorgte, sondern auch beim Kreiszeltlager, Übungen und verschiedenen Veranstaltungen der Jugend- und der Kreisfeuerwehr mit 22 Aktiven 4.056 Stunden leistete, teilte Truppführer Claas Kowicky mit. In einem Jahr wurden 35.667 Portionen Essen bereitet.

Beförderungen am Ende

Mit Beförderungen durch den Kreisbrandmeister endete die Dienstbesprechung. So wurden der Bereitschafsführer Umwelt, Klaus Hotze, und der Steimbker Gemeindebrandmeister Ingo Müller zu Hauptbrandmeistern befördert. Nach zwölfjähriger Tätigkeit als Gemeindebrandmeister in Steimbke wurde Rainer Thies verabschiedet.

Das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold erhielt Hartmut Kaddatz, der über 44 Jahre der Technischen Einsatzleitung angehörte, davon zwölf als Leiter und weitere vier Jahre als stellvertretender Leiter.

Zum Artikel

Erstellt:
10. Dezember 2019, 20:10 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.