Daniel Schmidt DH

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Nienburg 05.03.2017 Von Daniel Schmidt

Weltraumluft statt Karibikstrand

Haben Sie schon Ihren Urlaub für dieses Jahr gebucht? Bei den Bundesbürgern stehen angeblich Städtereisen ganz oben auf der Liste – Berlin ist immer eine Reise wert, die Mecklenburgische Seenplatte lockt viele Touristen an und auch Nord- beziehungsweise Ostsee gelten gerade auch bei Familien stets als sichere Bank. Wen es dann aber doch eher in die Ferne zieht, liegt mit Tokio derzeit im Trend. Mit mehr als 37 Millionen Einwohnern in der Metropolregion liegt die japanische Weltstadt bevölkerungstechnisch an der Spitze. Leider liegt Japans Hauptstadt auch in einer der aktivsten Erdbebenzonen weltweit – wackelnde Wände und Erdbebenwarnungen, besonders bei kleineren Erdstößen, gehören fast schon zum Alltag. Was den Reiz für Tokio-Touristen aber wohl auch ausmacht, ist die Herausforderung, sich auf eine riesige Stadt einzulassen, in der Hinweisschilder nicht selten zu verdutzten Gesichtern führen. Eigentlich fühlt sich der Mensch vor allem in seiner gewohnten Umgebung richtig wohl, für einen bestimmten Zeitraum darf es in Sachen Neuland schon etwas mehr sein...

Ich frage mich, wie wohl die Zukunft des Tourismus aussehen mag? Ganz klassisch mit Koffer und Gepäck? Oder doch eher im Sinne von Science-Fiction, die uns auf irgendwelche Planeten beamen wird? Zugegeben, das klingt noch recht utopisch. Schaut man sich allerdings die Vorhaben des amerikanischen Raumfahrtunternehmens

SpaceX und seinem Gründer Elon Musk an, dann dürfte der Flug zum Mond in nicht mehr allzu ferner Zukunft touristenähnliche Züge annehmen. Zwei Zivilisten sollen ihre für 2018 geplante Reise um den Mond bereits gebucht haben – viele weitere sollen folgen.

Den Weltraum erkunden und das Sonnensystem mit ganz anderen Augen zu sehen – diese Vorstellung und das Vorhaben, Otto Normalverbraucher statt an den Karibikstrand dafür regelmäßig in den Weltraum zu befördern, dürfte sicherlich den einen oder anderen neugierig gemacht haben. Elon Musk, der das Onlinebezahlsystem PayPal einst an eBay verkauft hat, gehört zu den reichsten Menschen überhaupt. Für ‘n Appel und ‘n Ei dürfte die Mondreise wohl in absehbarer Zeit noch nicht drin sein. Also abwarten. Die ersten Videorekorder haben in den Achtzigern 2000 Mark gekostet. Heute gibt‘s den DVD-Player für 30 Euro.

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Erstellt:
5. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 07sec

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