Guido Eich vom Bieneninstitut Celle referierte zum Thema Bienenschäden. Meyer zu Vilsendorf

Guido Eich vom Bieneninstitut Celle referierte zum Thema Bienenschäden. Meyer zu Vilsendorf

Neulohe 11.04.2017 Von Die Harke

„Wenig echte Konflikte zwischen Imkern und Landwirten“

Bienenfachmann Guido Eich referierte über die Ursachen, Schadensaufnahmen und die Bewertungen von Bienenschäden

Sehr erfreut zeigte sich [DATENBANK=2102]Tobias Göckeritz, Vorsitzender des Landvolk Mittelweser[/DATENBANK], bei seiner Begrüßung über den zahlreichen Besuch der diesjährigen Imkerrunde im Neuloher Hof. Er lobte die mittlerweile vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Imkern und den Landwirten in der Region. Hierzu beigetragen hat sicherlich der gemeinsame Austausch, der auf Initiative des Landvolkes Mittelweser und der Bezirksstelle Nienburg der [DATENBANK=937]Landwirtschaftskammer[/DATENBANK] kürzlich erneut stattfand. Guido Eich vom Bieneninstitut Celle referierte zum Thema „Bienenschäden: Ursachen, Schadensaufnahmen und Bewertungen“. Er verdeutlichte, dass es nach seinen Kenntnissen in Niedersachsen in den vergangenen 17 Jahren nur drei echte massive Bienenschäden gegeben habe. Anhand informativer Bilder zeigte der Referent erkennbare Unterschiede zwischen Schäden, die durch Pflanzenschutzmittel hervorgerufen werden, im Vergleich zu solchen, die ihre Ursache in Krankheiten haben. Guido Eich appellierte an die Runde aus Imkern und Landwirten: „Redet miteinander und nicht übereinander.“

Sollte es tatsächlich zu Schäden kommen, müsse mit dem amtlichen Pflanzenschutzdienst in den Bezirksstellen Kontakt aufgenommen werden. Der Leiter des Pflanzenschutzamtes Dr. Jochen Wendt bot Imkern und Landwirten die Unterstützung der Dienststelle an: „Eine Dokumentation der Beweissicherung ist in diesem Zusammenhang äußerst wichtig. Von der Probe über den Transport bis zur Analyse“, so der Pflanzenschutzexperte.

Interessante Aspekte für beide Seiten ergaben sich auch in der anschließenden Diskussion, die sich teilweise um das Greening und die Anlage von Blühflächen drehte. Seitens der Imker wird zwar eine Begrünung mit blühenden Pflanzen ausgangs des Sommers begrüßt, doch häufig bringen die Zwischenfrüchte zu spät eine zu hohe Tracht, welches sogar zu Belastungen in den Bienenstöcken führen kann. Boretsch sollte in den Mischungen übrigens nicht enthalten sein.

Abschließend wurde der mittlerweile in der hiesigen Region etablierte Dialog von allen Beteiligten gelobt und eine Fortführung der Imkerrunde unbedingt gewünscht.

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Erstellt:
11. April 2017, 21:00 Uhr
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