Sebastian Stüben DH

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Guten Tag 05.06.2019 Von Sebastian Stüben

Wenn das keine Chance ist, …

Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes will durch die „Wissensburg“ die Innenstadt beleben. Für den zu erwartenden – ich sage: geringen – Effekt des kombinierten Archiv- und Bibliotheksbaus sind elf Millionen Euro, die das Prestigeprojekt soll, aber ganz schön viel Geld. Deshalb wäre es doch eine große Chance, wenigstens das Stadt- und Kreisarchiv mit 80830. Ideengeber und Kreistagsmitglied Heiner Werner hat am Rande der Sitzung des Liegenschaftenausschusses (siehe Bericht auf dieser Seite) gesagt: „Für ein Archiv wäre da auch noch Platz.“

Warum wird das nicht wenigstens einmal laut diskutiert? Entweder ist diese Möglichkeit so naheliegend, dass die entscheidenden Protagonisten den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Dann wäre das Problem mit der Lektüre dieser Kolumne aus dem Weg geräumt. Oder die Akteure wollen keine weitere Diskussion über die „Wissensburg“ anzetteln.

„Augen zu und durch“ scheint die Devise der Stadtratspolitiker zu sein. Klar sind schon 1,5 Millionen Euro für Planungen ausgegeben worden, aber eine bescheidenere Lösung mit Augenmaß und gesundem Menschenverstand könnte zukünftig viele Millionen Euro sparen.

Und selbst eine Stadtbibliothek würde auf dem „Bildungscampus“ Sinn machen. Erstens halten sich dort täglich mehrere Tausend Schüler auf und zweitens können diejenigen, die anderswo zur Schule gehen, den Bildungscampus bequem mit dem Bus erreichen.

Übrigens: Ich dachte bislang, auf dem „Bildungscampus“ sollte auch eine Art Stadthalle, eine kombinierte Sport- und Veranstaltungshalle, entstehen: für Konzerte und nicht zuletzt höherklassigen HSG-Handball.

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Erstellt:
5. Juni 2019, 19:41 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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