Wenn es nicht bald regnet, könnten Böden wasserabweisend werden. Foto: alessandrozocc - stock.adobe.com

Wenn es nicht bald regnet, könnten Böden wasserabweisend werden. Foto: alessandrozocc - stock.adobe.com

Landkreis 15.08.2020 Von Holger Lachnit

Wenn der Boden Wasser abweist

Die Böden in Deutschland trocknen zunehmend aus. Mehrere überdurchschnittlich niederschlagsarme Sommer in Folge, wie in den Jahren 2018 und 2019, haben bereits zu erheblichen Ertragseinbußen in der Landwirtschaft geführt.

Wenn es bald nicht ausgiebig und anhaltend regnet, droht eine weitere Gefahr: Ausgetrocknete Böden können wasserabweisend werden. In diesem Fall wird das Wasser von den Böden entweder gar nicht oder nur sehr langsam wieder aufgenommen. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Benetzungshemmung“. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover untersucht jetzt in einem Projekt das Ausmaß dieses Problems in Deutschland.

„Benetzungshemmungen führen dazu, dass nach Niederschlägen oder künstlicher Bewässerung weniger Wasser im Boden gespeichert werden kann – mit negativen Folgen für das Wachstum von Pflanzen“, erklärt Dr. Axel Lampartervon der BGR. Das nicht im Boden gespeicherte Regenwasser fließe im schlechtesten Fall oberirdisch ab und erhöhe das Risiko der Bodenerosion.

Das laufende Forschungsprojekt der BGR solle daher das Ausmaß der Benetzungshemmung der Böden in Deutschland untersuchen. Das Expertenteam der BGR werte dazu neben Bodenproben auch Satelliten- und Klimadaten aus. „Auf diese Weise können wir Aussagen über die Benetzbarkeit der Böden im Landschaftsmaßstab machen“, erklärt Lamparter, der das Projekt leitet.

Bitte halten Sie Abstand, damit Sie gesund bleiben.

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Erstellt:
15. August 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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