Suzann Dalaf, Landrat Detlev Kohlmeier und Carmen Prummer (von links) laden zum Lesen und Dazulernen im Internationalen Kalender ein. Foto: Landkreis Nienburg

Suzann Dalaf, Landrat Detlev Kohlmeier und Carmen Prummer (von links) laden zum Lesen und Dazulernen im Internationalen Kalender ein. Foto: Landkreis Nienburg

Landkreis 28.11.2020 Von Die Harke

Wenn der Sichelmond sich zeigt

Interkultureller Kalender wandelt sich von Jahr zu Jahr

Zum dritten Mal in Folge hat die Koordinierungsstelle für Migration und Bildung des Landkreises Nienburg alles daran gesetzt, um möglichst alle Termine der religiösen Feiertage für 2021 in den verschiedenen Glaubensrichtungen ausfindig zu machen. Informativ und phantasievoll gestaltet kommt der Interkulturelle Kalender bei den Menschen im Landkreis gut an. Unterschiedlichste Personen und Gruppen sowie immer mehr Schulen „bestellen“ den Kalender und greifen die dortigen Inhalte im Unterricht auf.

Es gibt viele Glaubensgemeinschaften im Landkreis Nienburg, insgesamt mindestens sieben verschiedene. „Verständnis, Toleranz und ein offenes Aufeinanderzugehen sind wichtig und fördern ein friedvolles Miteinander. Dieser Kalender eröffnet neue Sicht- und Denkweisen – lassen Sie sich mit Freude darauf ein“, mit diesen Worten macht Landrat Detlev Kohlmeier in seinem Grußwort zum Kalender Lust auf Lesen, Stöbern und Dazulernen. Hinter den hier zusammengetragenen Terminen für religiöse Feiertage des griechisch- und russisch-orthodoxen Christentums, des Buddhismus, Sikhismus, Islams, Hinduismus, Alevitentums, Jezidentums, Judentums und Bahai steckt jede Menge Recherchearbeit. Suzann Dalaf, die den Kalender konzipiert hat, weiß davon zu berichten.

Denn völlig anders als im Christentum verschieben sich in anderen Religionen die Termine für religiöse Feste von Jahr zu Jahr. „Im Islam beispielsweise ist der Beginn von Ramadan umstritten. Einige Musliminnen und Muslime richten sich nach dem islamischen Kalender, andere hingegen berufen sich auf die Sichtung des Sichelmondes, der den Beginn des neuen Monats kennzeichnet“, erläutert Suzann Dalaf. Hier sind regionale Verschiebungen von ein paar Tagen durchaus üblich. Um sich trotzdem auf möglichst verlässliche Quellen für verbindliche Termine beziehen zu können, hat Dalaf neben Gesprächspartnerinnen und –partner aus den Communitys auch das Internet „befragt“ und darüber hinaus zentrale Verbände wie den Zentralrat der Jeziden in Oldenburg oder den Zentralrat der Muslime in Köln dazu kontaktiert.

Um eine Religion zu verstehen, muss man sich auf deren Inhalte, Rituale und Schriften einlassen. So gibt es für sämtliche Termine im Kalender als ersten Einstieg ins Thema eine entsprechende Erläuterung. Neben den gesetzlichen Feiertagen sind im Übrigen auch die Schulferien in Niedersachen sowie andere Gedenk-Fest-und Feiertage wie beispielsweise der Internationale Tag gegen Rassismus zu finden.

Trotz der lebendigen Nachfrage, sollte auch in diesem Jahr wieder der Bestand für all diejenigen reichen, die sich für den Interkulturellen Kalender 2021 interessieren. Wer also Interesse an einem kostenfreien Exemplar hat, kann sich an Suzann Dalaf unter 0 50 21/ 9 67 - 6 89 oder per E-Mail an migration@kreis-ni.de wenden.

Angebote der Koordinierungsstelle Migration und Bildung werden gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

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Erstellt:
28. November 2020, 17:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

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