In einigen Teilen des Landkreises ist es nur schwer möglich einen Corona-Schnelltest zu machen. Foto: Robert Kneschke - stock.adobe.com

In einigen Teilen des Landkreises ist es nur schwer möglich einen Corona-Schnelltest zu machen. Foto: Robert Kneschke - stock.adobe.com

Landkreis 06.05.2021 Von Holger Lachnit

Wenn der Test zum Luxus wird

Dank der „Bundes-Notbremse“ gilt in Kommunen mit einer Inzidenz über 100 – wie im Landkreis Nienburg – beim Einkauf in nicht systemrelevanten Geschäften das Prinzip „Click and meet plus Test“. Das bedeutet, wenn ich im Modegeschäft, Baumarkt oder Möbelhaus einkaufen möchte, muss ich einen Termin vereinbaren und einen negativen aktuellen Schnelltest vorweisen. Warum diese Orte eine größere Ansteckungsgefahr bieten sollen als ein Gartencenter oder ein Supermarkt, ist mir allerdings noch immer schleierhaft.

Doch zurück zum Testen: Das ist für die Nienburgerinnen und Nienburger kein Problem: Sie haben gleich mehrere Möglichkeiten, sich testen zu lassen, sei es beispielsweise im Drive-In auf der Fahrt zum Einkauf oder direkt an der Langen Straße.

Ganz anders ist die Situation in anderen Orten des Landkreises, wo es nur wenige oder keine Möglichkeit gibt, sich testen zu lassen. Wer beispielsweise in Eystrup einkaufen möchte, kann sich in der dortigen Lindenapotheke testen lassen. Das allerdings nur theoretisch, denn ein Blick auf deren Homepage zeigt, dass erst am Freitag um 9.50 Uhr wieder ein Testtermin frei ist. Und zwar nur dieser eine. Wer da keine Zeit hat, muss warten bis zum Montag.

Dann gibt es – Stand gestern – noch freie Termine um 17 Uhr, 17.30 und 17.40 Uhr. Spontanes Shopping sieht anderes aus. Wer das ausbaden muss, ist der heimische Einzelhandel. Denn für den Kauf im Internet braucht man keinen negativen Schnelltest.

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Erstellt:
6. Mai 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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