Horst Müller-Kuntzer (rechts) und Siegfried Heidorn mit dem originalgetreuen Nachbau der Senffabrik Leman. Zu begutachten ist das Modell im Dampf-Café. Fotos: Achtermann

Horst Müller-Kuntzer (rechts) und Siegfried Heidorn mit dem originalgetreuen Nachbau der Senffabrik Leman. Zu begutachten ist das Modell im Dampf-Café. Fotos: Achtermann

Eystrup 28.12.2019 Von Horst Achtermann

Wenn es dampft und zischt...

Am 25. Januar ist wieder „Winterdampf“ im Industriedenkmal Senffabrik Leman in Eystrup

Zum siebten Mal treffen sich am Samstag, dem 25. Januar, von 12 bis 18 Uhr ein Dutzend Dampfmaschinen-Modellbauer zum „Winterdampf“ in den Räumen der Interessengemeinschaft Industriedenkmal Senffabrik Leman in Eystrup. Im Krafthaus steht die vor einem Jahr neu aufgebaute und vorm verschrotten gerettete Dampfpumpe aus dem Wasserwerk, das die Senffabrik mit Wasser versorgt hat.

Walter Müller wird Fragen der Besucher erläutern, er hat auch in den 1960er-Jahren die über 100 jährige Dampfmaschine noch selbst bedient. Die 1809 gegründete Senffabrik Leman hat Horst Müller-Kuntzer originalgetreu als Modell nachgebaut. Das Unternehmen hat über Jahrhunderte die Entwicklung der Gemeinde Eystrup geprägt.

Event der Feinmechanik

Dampfmaschine und Dampfpumpe aus längst vergangener Zeit werden am 25. Januar im Dampfbetrieb vorgeführt. Im Dampfcafé bei Kaffee und Kuchen, Kalt- und Heißgetränke wird ebenso heiß diskutiert. Essig-, Senf- und Ölspezialitäten sind zu kaufen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist wie immer frei.

Es ist ein Event der Feinmechanik. Die Modellbauer kommen aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder aus dem weiten Raum Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern. Sie bauen fast alle nach Original-Unterlagen, wie die im vergangenen Jahr zu bestaunende „Benjamin Goodfellow“ aus dem Jahr 1851, aufbewahrt in einem Museum in England.

Ein langjähriger Bekannter beim Winterdampf ist Thomas Meyer aus Bremen mit seinem Gold Madal Traktor von Burrell aus dem Jahr 1920, der in den Jahren 1920/30 Geräte über Moorflächen gezogen hat.

Eingangsbereich wird barrierefrei umgebaut

Gespannt sind sicherauch zahlreiche Besucher vom vergangenen „Winterdampf“, ob Manfred Linke aus Bremen seine Schnellzuglok 01.10., noch bis 1977 gefahren, fertig gebaut hat und mitbringt.

Durch die Städtebauförderung „Kleine Städte und Gemeinden Hoya/Eystrup“ wurde in der jüngsten Sitzung des Rates Eystrup beschlossen, den Eingangsbereich des Leman-Areals barrierefrei umzubauen und neu zu pflastern. Die Kosten von 100.000 Euro werden zu zwei Dritteln aus dem Fördertopf und zu einem Drittel von Eigentümer Siegfried Heidron gedeckt. Außerdem sollen die ehemalige Senfmühle einschließlich Siloanlagen saniert werden. Auch hier werden zwei Drittel der veranschlagten 55.000 Euro aus dem Fördertopf übernommen, das dritte Drittel teilen sich zu gleichen Teilen die Gemeinde Eystrup und Eigentümer Heidorn.

Zum Artikel

Erstellt:
28. Dezember 2019, 20:25 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 05sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.