Wenn es im Garten scheppert, könnte es ein Buntspecht sein. Foto: Francesco - stock.adobe.com

Wenn es im Garten scheppert, könnte es ein Buntspecht sein. Foto: Francesco - stock.adobe.com

Landkreis 04.02.2021 Von Holger Lachnit

Wenn es im Garten scheppert

Hör’ mal, wer da hämmert: Klopfen oder gar metallisches Klimpern ist derzeit häufiger in der freien Natur zu hören. „Es sind Buntspechte, die in diesen Tagen allerlei Resonanzkörper suchen, um deutlich zu machen: Hier bin ich! Dies ist mein Revier! Es kündigt sich der Vorfrühling an. Auslöser dafür sind allerdings nicht die durchaus noch normal-winterlichen Temperaturen, sondern die längere Tageslichtzeit an diesen ersten Februartagen“, löst Rüdiger Wohlers vom NABU Niedersachsen das Rätsel auf.

Buntspechte verfügen nach Mitteilung des Naturschutzbundes über keinen Reviergesang wie andere Vögel, sondern würden mit Klopfgeräuschen auf sich aufmerksam machen. „In der Regel hämmern sie dazu auf morsche Äste, sodass die Trommelwirbel weithin hörbar sind“, erklärt Wohlers. Auch manch anderes Material werde dazu ab und an gern von dieser häufigsten heimischen Spechtart, die sehr gern auch an Vogel-Futterplätze komme, als „Orchesterplatz“ für wilde Soli genutzt: „Nicht selten werden wir angerufen, weil sich Buntspechte alte, stehengebliebene Dachantennen oder Fallrohre vornehmen, um zu trommeln – das dröhnt natürlich wesentlich weiter, als wenn sie morsches Holz nutzen. Auch Regenrinnen scheinen dafür recht beliebt zu sein“, berichtet der NABU-Mitarbeiter.

Also: Nicht wundern, wenn es plötzlich im Garten scheppert: Ein Buntspecht könnte zu Gast sein.

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Erstellt:
4. Februar 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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