Arne Hildebrandt DH

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Guten Tag 10.05.2019 Von Arne Hildebrandt

Wenn hupen zwecklos ist

Dichter Verkehr auf der Verdener Landstraße oder dem Berliner Ring – zu Stoßzeiten ist in Nienburg bei Autofahrern oft Geduld gefragt. Und Rücksicht. Vor allem auf der Verdener Landstraße ist der Verkehr mitunter so stark, dass ein Abbiegen in die Wohnviertel nicht so einfach ist. Da kann man froh sein, wenn sich eine Lücke auftut. Oder ein Autofahrer einen vorlässt. Wenig Geduld erwiesen Mittwochnachmittag Autofahrer, als der Verkehr auf der Hannoverschen Straße am neuen Kreisel der künftigen Südumgehung ins Stocken geraten war. Erst hupte hinter mir ein Autofahrer, kurz darauf ein weiterer. Was sie offenbar nicht wussten: Obwohl der Kreisel frei war, hatte ein Fahrschulwagen vor dem Kreisel gehalten. Hatte der Fahrlehrer erklärt, was zu beachten ist? Oder war dem Fahrschüler der Motor ausgegangen und konnte er nicht so schnell wieder starten? In diesem Fall wäre das Hupen sowieso zwecklos gewesen. Als mir mal in der Fahrschule mitten auf der Kreuzung einer vielbefahrenen Straße der Motor ausgegangen war, sagte mein Fahrschullehrer: „Und jetzt stecken wir uns erst einmal eine Zigarette an.“ Gemeint war: Ruhe bewahren auch in so einer Situation.

Neulich im Urlaub war mir sogar wieder einmal der Motor ausgegangen. Es war ein Mietwagen mit Schaltung und Start-Stop-Automatik. Und prompt ging der Wagen vor einer Ampel aus – in einer Steigung. Gang rein? Gang raus? Es dauerte, bis ich den Wagen wieder mit der Start-Stop-Automatik in Gang brachte. Inzwischen hatte sich hinter mir ein kleiner Stau gebildet. Aber keiner hat gehupt: Mallorquiner haben wohl mehr Geduld.

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Erstellt:
10. Mai 2019, 23:18 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 49sec

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