Über 100 Millionen Euro werden in jedem Jahr in der Silvesternacht bundesweit in die Luft gejagt. Foto: Landkreis Nienburg

Über 100 Millionen Euro werden in jedem Jahr in der Silvesternacht bundesweit in die Luft gejagt. Foto: Landkreis Nienburg

Landkreis 28.12.2019 Von Nikias Schmidetzki

Wer knallen will, muss aufräumen

Über 100 Millionen Euro werden in jedem Jahr in der Silvesternacht bundesweit in die Luft gejagt, teilt der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund mit. So viel Geld geben Deutsche für Feuerwerkskörper zum Jahreswechsel aus. Besonders hoch ist diese Summe, wenn man bedenkt, dass der Verkauf von Feuerwerksartikeln nur an wenigen Tagen im Jahr direkt vor Silvester möglich ist. Es sind aber Ausgaben, die sich auch Menschen im Landkreis Nienburg offenbar gerne gönnen, obwohl zusehends ökologische Kritik laut wird: An Neujahr ist, wie das Umweltbundesamt mitteilt, die Feinstaub-Konzentration vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht.

Dennoch gehört ein Feuerwerk für viele einfach dazu zur Silvesterfeier – mal mit Raketen, mal mit Knallern und mal mit Bodenfeuerwerk. Und immer mehr Städte und Kommunen verbieten es auf öffentlichen Plätzen oder generell. Geregelt sind Rechte und Pflichten rund um den Silvesterspaß in der Sprengstoffverordnung, nach der das „Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände (Feuerwerk) in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen“ verboten ist.

Zudem kann der Gebrauch illegaler Feuerwerkskörper mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Es sollten nur Feuerwerkskörper verwendet werden, die eine CE-Kennzeichnung und eine Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache haben. Klar sein sollte jedem auch: „Wer knallt, haftet im Übrigen für entstandene Schäden. Ebenso muss jeder hinterher seinen Müll wieder mitnehmen“, teilt der Städte- und Gemeindebund weiter mit.

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Erstellt:
28. Dezember 2019, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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