René Rast im Pech: Ein Werbebanner bremste den Steyeberger aus und kostete den Podiumsplatz am Sonntag. Foto: Audi Media

René Rast im Pech: Ein Werbebanner bremste den Steyeberger aus und kostete den Podiumsplatz am Sonntag. Foto: Audi Media

Valencia 25.04.2021 Von Die Harke

Werbebanner bremst René Rast aus

Motorsport: Nach Platz fünf am Sonnabend reicht es für den Steyerberger am Sonntag zu Rang sechs in Valencia

Ein Werbebanner kostete den Steyerberger René Rast vom Team Audi Sport ABT Schaeffler beim sechsten Lauf der Formel-E-Weltmeisterschaft in Valencia (Spanien) am Sonntag einen möglichen Podiumsplatz. Am Ende reichte es „nur“ noch zu Rang sechs.

Am Sonnabend und in einem der verrücktesten Rennen der Formel-E-Geschichte sammelten Rast und sein Teamkollege Lucas di Grassi ebenfalls WM-Punkte.

Das Rennen am Samstag

Nach mehreren Safety-Car-Phasen war das Samstag-Rennen am Ende für die meisten Fahrer im Feld eine Runde zu lang. Für sie ging es nur noch darum, die zur Verfügung stehende Restmenge an Energie zu verwalten und sich ins Ziel zu retten. Rast und di Grassi kamen in der letzten Runde durch gutes Energie-Management noch auf die Plätze fünf und zehn nach vorn, obwohl beide gleich zu Beginn des Rennens ans Ende des Feldes zurückgefallen waren – Rast durch einen Abstecher ins Kiesbett, di Grassi durch eine Zehn-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe. An seinem Audi e-tron FE07 musste nach dem unverschuldeten Unfall in Rom vor zwei Wochen das Getriebe gewechselt werden.

René Rast blickte am Sonntag etwas unglücklich drein. Foto: Audi Media

René Rast blickte am Sonntag etwas unglücklich drein. Foto: Audi Media

„Die Formel E ist nie langweilig, aber das Samstag-Rennen geht ganz sicher in die Geschichte ein“, sagt Teamchef Allan McNish. „Erstens ist Valencia keine typische Formel-E-Rennstrecke. Zweitens waren die Bedingungen durch den Regen extrem schwierig. Die Folge waren mehrere Safety-Car-Phasen und eine permanente Reduktion der zur Verfügung stehenden Energie durch die Race Control. Wir wussten, dass es eng werden würde, aber nicht so eng. Am Ende brauchte man clevere Ingenieure und auch ein Quäntchen Glück. Das hatten wir heute. Nach dem Pech, das wir zuletzt in Rom hatten, nehmen wir diese Punkte gerne.“

Den Sieg im fünften Rennen holte sich der Niederländer Nyck de Vries (Mercedes-EQ) vor dem Schweizer Nico Müller (Dragon/Penske Autosport) und dem Belgier Stoffel Vandoorne (Mercedes-EQ).

Das Rennen am Sonntag

Der dreimalige DTM-Champion René Rast zeigte am Sonntag von Startplatz 14 eine eindrucksvolle Aufholjagd, die ihn bis auf den dritten Platz nach vorn brachte. „Das Podium wäre heute definitiv drin gewesen“, sagte der Steyerberger nach dem spannenden Rennen. „Doch dann hat André Lotterer direkt vor mir einen Werbebanner aufgewirbelt, der an meinem Auto hängen blieb. Ab diesem Moment ging nichts mehr. Das war extrem ärgerlich.“

Rast verlor in der Schlussphase drei Positionen, sammelte als Sechster aber trotzdem wichtige WM-Punkte. „Wir wollten am Ende auf Nummer sicher gehen und haben die Energie um eine Runde reduziert. Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Die Pace war da für das Podium, aber es ist durch unglückliche Umstände wieder nicht gelungen.“ Der 34-Jährige verbesserte sich durch die Punke in der Gesamtwertung auf Rang sechs und hat vor dem nächsten Lauf in Monaco am 8. Mai nur 18 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze.

Lucas di Grassi musste sich nach einem Fehler im Qualifying mit Startplatz 22 begnügen. Der Brasilianer machte im Rennen zwölf Positionen gut, überquerte die Ziellinie als Zehnter und unterstrich damit ebenfalls die Leistungsfähigkeit des Audi e-tron FE07. „René und Lucas sind beide starke Rennen gefahren“, sagte Teamchef Allan McNish. „Wir haben auch heute wieder gesehen, wie stark unser Auto ist – beide Fahrer haben sich in die Punkteränge nach vorn gekämpft.“

Am Sonntag gewann Rookie Jakre Dennis (BMW i Andretti) vor Andre Lotterer (TAG Heuer Porsche) und Alex Lynn (Mahindra Racing).

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Erstellt:
25. April 2021, 17:58 Uhr
Lesedauer:
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