Firmeninhaber Cord Beermann und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Petra Bauer, präsentieren den Bus mit der Notrufnummer. Landkreis

Firmeninhaber Cord Beermann und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Petra Bauer, präsentieren den Bus mit der Notrufnummer. Landkreis

Nienburg 22.02.2019 Von Die Harke

Werbung für „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“

Busunternehmen Beermann stellt kostenlose Werbefläche zur Verfügung

Das Busunternehmen Beermann aus Marklohe macht Werbung für die Notrufnummer des „Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen“. Das hat Petra Bauer, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, jetzt mitgeteilt. Nicht nur anlässlich des Internationalen Tags „Nein zu Gewalt an Frauen!“ am 25. November, sondern ganzjährig sei das Thema „Gewalt an Mädchen und Frauen“ von Bedeutung, verdeutlicht Bauer. Im vergangenen Herbst konnte sie das Busunternehmen Beermann gewinnen, die Werbefläche eines Fahrzeuges zu sponsern. Seitdem ist die Nummer 08000 116 016 mit dem Slogan „Wir brechen das Schweigen“ auf einem Bus zu sehen, der landkreisweit im Einsatz ist.

Diese Notrufnummer ist rund um die Uhr zu erreichen. „Diese Erreichbarkeit ist wichtig, denn Gewalt, vor allem häusliche Gewalt, kennt keine Zeitbegrenzung. Umso wichtiger ist es, dass Frauen und Mädchen die Nummer jederzeit wählen können“, schreibt Bauer in ihrer Pressemitteilung weiter.

Das kostenlose Telefonat unterliege der Schweigepflicht, die Betroffenen könnten sich auch anonym melden. Bei dem Gespräch gehe es um eine erste Kontaktaufnahme und das mögliche Abklären weiterer Schritte für die Betroffenen.

Der Slogan „Wir brechen das Schweigen“, der auf das Hilfetelefon aufmerksam macht, fordert gleichzeitig dazu auf, hinzusehen und aktiv zu werden, wenn es um Gewalt an Frauen und Mädchen geht. „Es kann bereits eine Hilfe sein, einer möglicherweise betroffenen Frau die Notrufnummer zu geben“, sagt Bauer. Und dazu macht die Aktion ihrer Meinung nach Mut: hinsehen und das Schweigen brechen.

Häusliche Gewalt sei nach wie vor ein Thema. Noch immer habe in Deutschland jede dritte Frau seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren.

Häufig finde diese Gewalt als häusliche Gewalt und damit vor der Öffentlichkeit weitgehend verborgen statt. Hinzu komme, dass 37 Prozent der von körperlicher und 47 Prozent der von sexueller Gewalt betroffenen Mädchen und Frauen bis zur polizeilichen Anzeige mit niemandem darüber gesprochen haben. Darüber hinaus gebe es eine hohe Dunkelziffer von Taten, die nicht in die Öffentlichkeit gelangen.

„Hinsehen – nicht wegsehen!“, das ist der Aufruf, den Petra Bauer mit der Plakataktion erreichen möchte. „Dazu trägt der Bus, der nun bereits seit drei Monaten im Landkreis zu sehen ist, bei.“

Zum Artikel

Erstellt:
22. Februar 2019, 18:01 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.