Werkstattbrand fordert zahlreiche Feuerwehren

Werkstattbrand fordert zahlreiche Feuerwehren

Die Drehleiter aus Nienburg löschte von der hinteren Seite die Werkstatt, sowie Glutnester an Dachbalken der Scheune. Fotos: Thiermann

Unter dem Einsatzstichwort „Scheunenbrand“ wurden am frühen Freitagnachmittag um 14.11 Uhr etliche Ortswehren, zwei Drehleitern, die Polizei und ein Rettungswagen alarmiert. Aus unbekannter Ursache war im Gräsenweg in Hoyerhagen eine Werkstatt in Brand geraten.

Nachbarn waren durch einen lauten Knall aus Richtung des Gebäudes aufmerksam geworden, aus dem im nächsten Moment schon Flammen kamen und setzten den Notruf ab. Die Bewohner verließen das direkt angrenzende Wohnhaus selbstständig.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehren stand der Werkstattkomplex, der sich im Anbau einer Scheune befand, bereits in Vollbrand. Unter der Einsatzleitung von Gemeindebrandmeister Carsten Meyer wurde der Einsatzort in zwei Abschnitte unterteilt, dessen Leitung der Ortsbrandmeister von Hoya und stellvertretender Gemeindebrandmeister Wilfried Gütz und Hoyas stellvertretende Ortsbrandmeisterin Petra Guder übernahmen.

Mit mehreren Strahlrohren gingen die Einsatzkräfte zunächst mit Wasser aus den Tanklöschfahrzeugen vor, bis eine Wasserversorgung aus einem Hydranten und einem Brunnen verlegt war.

Glutnester in den Dachbalken

Die Drehleiterbesatzung aus Nienburg riss einen Teil Pfannen vom angrenzenden Scheunendach, um Glutnester abzulöschen, die sich an den Dachbalken gebildet hatten. Gleichzeitig wurde das Wohnhaus, sowie der Scheunengiebel mit einer sogenannten Riegelstellung vor den Flammen geschützt.

Der Werkstattkomplex wurde zunächst von außen teils von Atemschutzgeräteträgern und auch von oben von der Drehleiter aus abgelöscht. Zudem mussten mehrere Gas- und Sauerstoffflaschen, die sich in der Werkstatt befunden hatten abgekühlt werden.

Die Drehleiter aus Verden, die für den Notfall für das Wohnhaus in Bereitstellung stand konnte nach gut zwei Stunden mit einigen anderen Wehren wieder abrücken. Unter Atemschutz wurde der Innenbereich der Werkstatt mit Wärmebildkameras überprüft und Nachlöscharbeiten geleistet, bevor nach viereinhalb Stunden auch die letzten Wehren die Einsatzstelle verlassen konnten.

Die Freiwillige Feuerwehr Hoyerhagen blieb zur Brandwache vor Ort. Der Werkstattkomplex wurde bei dem Brand komplett zerstört, ein Übergreifen des Feuers auf die Scheune und das Wohnhaus konnten verhindert werden. Insgesamt waren 159 Einsatzkräfte im Einsatz.