Werner und Sabitzer treffen: Leipzig dreht Spiel gegen Union

Werner und Sabitzer treffen: Leipzig dreht Spiel gegen Union

Torschütze Marcel Sabitzer (M) jubelt nach seinem Treffer zum 2:1 mit seinen Teamkollegen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw gewann RB gegen Neuling 1. FC Union Berlin durch zwei Tore des Nationalspielers 3:1 (0:1). Union verpasste nach Siegen gegen Dortmund und Mönchengladbach den dritten Punktgewinn gegen einen Spitzenreiter. Leipzig liegt nun fünf Punkte vor Mönchengladbach und sieben Zähler vor dem FC Bayern vor dessen Spiel bei Hertha BSC am Sonntag. „Wir haben nicht gut begonnen. Die erste Halbzeit war nichts“, monierte Matchwinner Werner. Aber: „Auch heute haben wir in der zweiten Halbzeit Moral bewiesen“, meinte der Stürmer bei Sky. „Ich will keinen Meisterschaftskampf ausrufen, aber wenn wir da oben stehen, wir wollen so lange wie möglich da oben bleiben“, sagte Werner. Marius Bülter (10.) versetzte den Union-Block in der mit 42.146 Zuschauern ausverkauften Red Bull Arena mit seinem Tor schon in der Anfangsphase in Ekstase und unterbrach damit den Stimmungsboykott. Eigentlich wollten die Berliner Anhänger aus Protest gegen das „Konstrukt RB Leipzig“ wie schon im ersten Aufeinandertreffen die komplette Anfangsviertelstunde schweigen. „Nach der Halbzeit hat es Leipzig schon gut gemacht. Da waren sie zu stark für uns“, sagte Bülter. „Wir haben heute auch ein gutes Spiel gemacht. Es ist ein Stück weit auch eine bittere Niederlage. Wir müssen uns wieder belohnen“, meinte Bülter. „Ich habe ein tolles Spiel meiner Jungs gesehen“, sagte Union-Trainer Urs Fischer. Ruhig wurde es bei den Gäste-Fans nach dem RB-Ausgleich durch Timo Werner (51.), kurz darauf erhöhte Marcel Sabitzer (57.). Werner sorgte schließlich mit seinem 20. Saisontor für den Schlusspunkt (83.) und überholte damit Bayern-Torjäger Robert Lewandowski (19). Im ersten Pflichtspiel nach exakt vier Wochen führte Sabitzer Leipzig erstmals als Kapitän auf den Platz. Der österreichische Nationalspieler rückte nach dem Abgang von Diego Demme nach Neapel in den Kreis der Stellvertreter des verletzten Kapitäns Willi Orban. Bei Union mussten der etatmäßige Spielführer Christopher Trimmel wie auch Innenverteidiger Keven Schlotterbeck erkrankt passen. Das merkte man dem Spiel zunächst nicht an. Union stand hinten kompakt, machte RB das Leben schwer. Und vorn nutzte Sebastian Andersson einen Patzer von Nationalspieler Lukas Klostermann. Der Schwede bediente Bülter, der mit Hilfe des Pfostens zur Führung traf. Fünf Minuten später war Christian Gentner mit dem Kopf zur Stelle, bekam aber keinen Druck hinter den Ball. Leipzig tat sich in dem zerfahrenen Spiel extrem schwer. Der Versuch von Patrik Schick (24.) war der erste Torabschluss, doch Union-Keeper Rafal Gikiewicz parierte sicher. Kurz vor der Pause hatte Klostermann (39.) die Chance auf Wiedergutmachung, schoss jedoch aus vier Metern den eigenen Mann an. Leipzig war nun besser im Spiel, doch Nordi Mukiele (45.) verzog seinen Versuch aus spitzem Winkel. RB kam mit dem gleichen Engagement aus der Pause - und zum Ausgleich. Bülters verunglückte Abwehr nahm Werner mit vollem Risiko von der Strafraumgrenze und schoss sein 19. Saisontor. Nur fünf Minuten später hatte der Nationalspieler Nummer 20 auf dem Fuß, doch einmal mehr war Gikiewicz zur Stelle. Bei der folgenden Ecke passte es dann. Bülter ging nicht richtig zum Ball, Sabitzer spitzelte den Ball mit der Fußspitze über die Linie. Für den 25-Jährigen war es der siebte Treffer in dieser Spielzeit. Leipzig drückte auf das dritte Tor, das Werner schließlich noch gelang.Kader Union Kader Leipzig