Dressurreiterin Isabell Werth holte ihren 17. DM-Titel. Foto: Friso Gentsch/dpa

Dressurreiterin Isabell Werth holte ihren 17. DM-Titel. Foto: Friso Gentsch/dpa

Balve 12.06.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Rekordreiterin Werth gewinnt dank Schneider das 17. DM-Gold

So schnell gibt sich Isabell Werth nicht geschlagen. Nach einer Enttäuschung im Special schlägt die Rekordreiterin in der Kür zurück. Sie bekommt allerdings unerwartete Hilfe.

Einen Tag nach der Enttäuschung im Grand Prix Special durfte Isabell Werth wieder entspannt und fröhlich lachen. Die Rekordreiterin holte sich bei den deutschen Dressur-Meisterschaften in der Kür ihren insgesamt 17. nationalen Titel. Die 52-Jährige aus Rheinberg siegte in Balve im Sattel von Quantaz mit 85,450 Prozent. Am Vortag war die erfolgreichste Reiterin der Welt im Special nur Dritte geworden. Auf Platz zwei kam in der Kür-Entscheidung Frederic Wandres aus Hagen am Teutoburger Wald mit Duke of Britain (83,375). Dritte wurde überraschend Ingrid Klimke. Die Vielseitigkeitsspezialistin aus Münster erhielt für ihren Ritt mit Franziskus 82,825 Prozent. Werth profitierte allerdings von einem Verzicht: Nicht zum Einsatz kam Dorothee Schneiders Toppferd Showtime, mit dem die Reiterin aus Framersheim am Samstag nach langer Pause unerwartet deutlich den Titel im Grand Prix Special gewonnen hatte. Die 53-Jährige wollte ihren Wallach, der seit dem Team-Gold bei den Olympischen Spielen in Tokio wegen einer Verletzung pausiert hatte, nach zwei Prüfungen nicht überlasten und verzichtete freiwillig auf die weitere Titelchance. Schneider schwärmt„Showtime ist zurück“, kommentierte Schneider das mit einem Sieg gekrönte Comeback des 16 Jahre alten Wallachs. „Er ist motiviert, er möchte mit mir tanzen und hat Spaß an den Dingen.“ Die zweimalige Team-Olympiasiegerin schwärmte: „Grandios, wie er sich angefühlt hat. Es ist nicht so richtig in Worte zu fassen.“ Immer wieder musste sie sich die Tränen aus den Augen wischen. Der Comeback-Sieg „löste Emotionen aus“, erklärte die Siegerin. „Da kommt einfach die Freude heraus. Die möchte man gar nicht zurückhalten.“ Für ihren Ritt zum Sieg erhielt Schneider von den Wertungsrichtern 83,686 Prozent. Platz zwei sicherte sich überraschend Frederic Wandres, der mit Duke of Britain 79,981 Prozent erhielt. Zu viele Fehler unterliefen Isabell Werth aus Rheinberg mit Quantaz (78,216), die sich mit Platz drei begnügen musste. Eckermann gewinnt bei den SpringreiterinnenWerth erkannte bei ihrem Ritt „ein wenig Defizite“. Die Rekordreiterin war dadurch chancenlos und sagte weiter: „Ich ärgere mich, dass wir die Aufgabe trainingstechnisch nicht durchgeritten sind zu Hause. Im Special heute wusste Quantaz nicht so sehr, was ich von ihm wollte.“ Nicht am Start war Titelverteidigerin Jessica von Bredow-Werndl (Tuntenhausen), die ihr zweites Kind erwartet. Bei den Springreiterinnen gewann Katrin Eckermann erstmals den Titel. Die 32-Jährige aus Sassenberg siegte am Samstag im Sattel von Cascadello-Boy nach drei Runden und einem Stechen. Eckermann setzte sich in der entscheidenden Runde gegen Tina Deuerer aus Bretten mit Clueso durch, die einen Abwurf hatte. Anders als bei internationalen Championaten gibt es bei der DM eine eigene Wertung für Frauen.

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Erstellt:
12. Juni 2022, 13:37 Uhr
Lesedauer:
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