„Weserfestspiele“ von Hann. Münden bis Bremerhaven

„Weserfestspiele“ von Hann. Münden bis Bremerhaven

Der Posaunenchor Buer wird am 16. Mai in St. Martin in Nienburg erwartet. Foto: Posaunenchor Buer

Vom 8. Mai bis 1. Juni feiert ein neues Festival die Vielfalt der Kirchenmusik: Als Gemeinschaftsprojekt der Kirchenmusikerinnen und -musiker in der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers laden die „Weserfestspiele“ ein, sich von der Fülle an Musikerlebnissen begeistern zu lassen.

Das genreübergreifende Programm umfasst über 80 Veranstaltungen zwischen Hann. Münden und Bremerhaven – Konzerte und Musikgottesdienste in Kirchen und Klöstern, im Grünen und am Wasser, Kirchenmusik im Dialog mit anderen Künsten, Schulprojekte, öffentliche Proben, Werkeinführungen, Orgelführungen, Klanginstallationen, Kirchenmusik zum Mitmachen und mehr. Teil des Festivals werden auch Programmpunkte sein, die eigens in Auftrag gegeben oder von der kirchlichen Einrichtung für Musikvermittlung „Vision Kirchenmusik“ neu entwickelt werden.

Dazu zählt: „Zeit.Dimensionen“ – unter diesem Titel werden alle hauptamtlichen Kirchenmusiker der Landeskirche zwei hochkarätige Wandelkonzerte für Chor, Blechbläser und Percussion im Kloster Amelungsborn (14. Mai) und im Denkort Bunker Valentin in Bremen-Farge (15. Mai) gestalten. Das Konzertdesign stammt von Folkert Uhde, die musikalische Leitung übernimmt Florian Benfer. Mit Musik von Josquin des Prez, Francis Poulenc, Györgi Ligeti, Johann Sebastian Bach, Thomas Blomenkamp (Uraufführung) und anderen.

Große kirchenmusikalische Werke wie zum Beispiel „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn, das „Requiem op. 48“ von Gabriel Fauré oder die „Symphonie liturgique“ von Arthur Honegger zu hören sein. In vielen weiteren Orten tritt die Musik in Dialog mit Literatur, Film und Lichtkunst.

Interdisziplinäre Schulprojekte begleiten viele Konzertveranstaltungen der „Weserfestspiele“. Am Domgymnasium Verden gestalten verschiedene Kurse (Geschichte, Musik, Literatur, Religion, Kunst) die „better-is-peace“-Aktionstage, in denen Karl Jenkins‘ Friedensmesse „The Armed Man“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird. Lesungen, Ausstellungen, Diskussionen und musikalische Angebote tragen die Musik und ihre Friedensbotschaft somit in die Stadt.

Ein besonderer Programmbereich sind die Mitmachformate, bei denen Musikbegeisterte in Projektensembles mitsingen oder mitspielen können. So wird etwa in der Stiftskirche Bücken „MessiaSASAmbura“ zur Aufführung kommen, das Georg Friedrich Händels Oratorium „Messias“ mit ostafrikanischen Musikelementen verbindet. Dafür wird ein Projektchor gebildet (17. Mai).

Blechbläserinnen und -bläser können bei einer Open-Air-Serenade in Verden („Himmel, Sterne, Götterfunke(l)n“ am 22. Mai) aktiv werden. Mitmachen kann man außerdem bei einem Open-Air-Bandfestival an der Weser bei Hess. Oldendorf. Bis in die Nacht des 31. Mai ist ein abwechslungsreiches Programm geplant mit mehr als acht unterschiedlichen Bands, dem „längsten Song der Welt“ und vielem mehr.

Als weserweite Aktion, die das gesamte Festival begleiten wird, wurde die Veranstaltungsreihe „Das Leben ist doch ein Wunschkonzert“ initiiert. Komponist und Interaktionskünstler Bernhard König wird an 21 Orten entlang der Weser 21 Musikstücke zu Themen der jeweiligen Region komponieren. Die Musikstücke werden gemeinsam mit örtlichen Musikern und Musikgruppen noch am selben Tag uraufgeführt. Genau wie das Festival, das in Hann. Münden eröffnet wird, reist Bernhard König im Laufe der „Weserfestspiele“ von Südniedersachsen bis zur Mündung der Weser in die Nordsee.

Auszüge aus dem Programm:Freitag, 8. Mai, 18 Uhr: St. Martin Nienburg, Kirchplatz, „Innehalten vor dem Fest“, musikalisches Friedensgedenken zum 75-jährigen Ende des Zweiten Weltkriegs.Samstag, 16. Mai, 12 Uhr: St. Martin Nienburg, „120 Jahre und kein bisschen leise“, Mittagsmusik mit dem Posaunenchor Buer.Samstag 16. Mai, 18 Uhr, bis Sonntag, 17. Mai, 16.30 Uhr: Stiftskirche Bücken: „MessiaSASAmbura zum Mitsingen“, Händels Oratorium im interkulturellen Mitsingformat mit ostafrikanischen Musikelementen.Mittwoch, 20. Mai, 20 Uhr: St. Martin Nienburg, „at nox“, Uraufführung zur Faszination Weltraum mit Christian Scheel (Leitung).Mittwoch 20. Mai, 15 Uhr: Grundschule Leese, „Durch den Dschungel bis ans Meer“: Kinder singen Musicalhits (mit der Kinderkantorei und anderen). Ebenso am Donnerstag, 21. Mai, 11 Uhr, St. Vitus Schinna.Freitag, 22. Mai, 20.30 Uhr: Domplatz Verden, Bläserserenade „Himmel, Stern, Götterfunke(l)n“ mit Landesposaunenwart Henning Herzog und rund 300 Mitwirkenden aus Posaunenchören der Region, auch aus dem Landkreis Nienburg.Sonntag, 31. Mai, 17.30 Uhr: Stiftskirche Loccum, „Bach meets Pink Floyd“ im Rahmen der Reihe „Musik zur Einkehr“.

www.weserfestspiele.de.