Ein Atemschutztrupp kommt aus dem vernebelten Übungsgebäude heraus. Brandenburg

Ein Atemschutztrupp kommt aus dem vernebelten Übungsgebäude heraus. Brandenburg

Wiedensahl 04.05.2017 Von Die Harke

Wichtige Übung für den Ernstfall

Feuerwehren üben in Wiedensahl Personenrettung und Brandbekämpfung mit Wasser im Gebäude / 37 Einsatzkräfte vor Ort

Kürzlich führten die Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Niedernwöhren eine gemeinsame Atemschutzübung in Wiedensahl durch. Als Übungsort diente ein leerstehendes Gebäude an der Hauptstraße in Wiedensahl. Dieses wurde von den Übungsleitern Daniel Buhlmann und [DATENBANK=3119]Volker Scheibe[/DATENBANK] mit Nebelmaschinen benebelt, um eine sogenannte „Null-Sicht“ im Gebäude zu schaffen. Die Sicht im Gebäude betrug deshalb nur etwa einen halben Meter.

Im Gebäude galt es dann, mehrere einzelne Räume nach vermissten Personen, die durch lebensgroße Puppen dargestellt wurden, zu durchsuchen und diese Puppen zu retten. Dies wurde durch den dichten Nebel im Gebäude sowie durch mehrere im Weg stehende Objekte erschwert.

Neben der Menschenrettung wurde aber auch die Brandbekämpfung und taktische Türöffnung im Gebäude selbst geprobt. Die einzelnen Trupps gingen ebenfalls mit Atemschutzgeräten in das Gebäude. Zudem musste auch ein Hohlstrahlrohr und ein mit Wasser gefüllter C-Druckschlauch mit ins Gebäude genommen werden, um eine Brandbekämpfung im Inneren vornehmen zu können.

Beide Teile der Übung wurden ohne Wärmebildkamera durchgeführt. Da eine Wärmebildkamera nicht das sichtbare Licht, sondern Nebel- und rauchdurchdringende Wärmestrahlung, die von jedem Objekt emittiert wird, als Schwarz-Weiß-live-Bild sichtbar macht, lässt sich mit ihr der Nebel durchdringen. Ein Test mit der Wärmebildkamera der Ortsfeuerwehr Meerbeck-Niedernwöhren zeigte, dass in diesem Falle Objekte und Menschen deutlich und im ganzen Raum erkennbar waren. Auch im Ernstfall reduziert dies die Rettungszeiten deutlich und führt darüber hinaus zu einer erhöhten Sicherheit der Einsatzkräfte.

Bei dem Übungsgebäude handelte es sich um den „Klenkenhof“, den der Besitzer Carsten Dreyer freundlicherweise zur Verfügung stellte. Übungsmöglichkeiten in Gebäuden mit Wassereinsatz sind sinnvoll, stehen aber leider sehr selten zur Verfügung und werden von Feuerwehren daher sehr gerne wahrgenommen.

An der Übungg nahmen insgesamt 37 Feuerwehreinsatzkräfte teil. Die Umweltschutzeinheit der Kreisfeuerwehr Schaumburg unterstützte die Übung mit dem Gerätwagen „Atemschutz-Strahlenschutz“, um genügend gefüllte Atemschutzflaschen vor Ort zu haben.

An der zentralen Atemschutzüberwachung werden alle Trupps dokumentiert und verwaltet.  Brandenburg

An der zentralen Atemschutzüberwachung werden alle Trupps dokumentiert und verwaltet. Brandenburg

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Erstellt:
4. Mai 2017, 21:00 Uhr
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