Die Teilnehmerinnen des QUINN-Patenschafts-Treffens: Samir Elladawi, Valerie Grigat, Tilman Groeneveld, Felix Knof, Sebastian Meyer, Emad Razawi, Renée Nölte, Mohammed Kawaa und Dilshad Assi Simoqa. I Foto: Stadt Nienburg

Die Teilnehmerinnen des QUINN-Patenschafts-Treffens: Samir Elladawi, Valerie Grigat, Tilman Groeneveld, Felix Knof, Sebastian Meyer, Emad Razawi, Renée Nölte, Mohammed Kawaa und Dilshad Assi Simoqa. I Foto: Stadt Nienburg

Nienburg 09.08.2020 Von Die Harke

„Wichtige Zeit verloren gegangen“

Patenschaftsnetzwerk „QUINN“ blickt nach Treffen im Ratssaal dennoch positiv in die Zukunft

Kürzlich trafen sich Teilnehmerinnen des Patenschafts-Netzwerkes von QUINN (Qualifikation und Integration Netzwerk Nienburg) im Nienburger Ratssaal. Der Projektleiter von QUINN, Sebastian Meyer, hatte zu dem gemeinsamen Austausch eingeladen, nachdem in den vergangenen Wochen und Monaten die so wichtigen persönlichen Kontakte und Aktivitäten im Netzwerk nur sehr eingeschränkt möglich waren.

Seit Sommer 2019 bietet das QUINN-Projekt vielfältige Unterstützungsangebote aus den Bereichen Bildung, Alltagsbewältigung sowie kulturelle und soziale Teilhabe für Jugendliche und junge Erwachsene, vorrangig mit Fluchterfahrung. Ein zentraler Baustein ist dabei das QUINN-Patenschafts-Modell, bei dem sich jeweils zwei Patinnen einem Teilnehmenden am QUINN-Projekt annehmen und diesen individuell begleiten und fördern.

Neben regelmäßigen Gesprächen, die auch pädagogisch begleitet werden, reichen die Hilfestellungen der Patinnen über Bewerbungshilfen, Sprachtrainings und die Vermittlung von Berufspraktika bis hin zu gemeinsamen Freizeitunternehmungen.

„Die bedarfsorientierte und individuelle Unterstützung der jungen Leute ist für ihren Integrationsweg von unschätzbarem Wert“, weiß Meyer zu berichten.

Umso härter traf das Patenschafts-Netzwerk auch der Ausbruch der Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen. „Anstatt auf den guten Start und die ersten Erfolge aufbauen zu können, ging es nun plötzlich darum, dass mühsam aufgebaute gegenseitige Vertrauen zu bewahren und zu versuchen, auf digitalen Wegen halbwegs miteinander in Kontakt zu bleiben“, so Meyer. „Daher war es uns umso wichtiger, sich nun auch wieder persönlich zu treffen und wieder in den direkten Austausch miteinander zu kommen“, ergänzt Valerie Grigat, die das QUINN-Projekt als pädagogische Fachkraft begleitet.

Bei dem Treffen im Rathaus berichteten die Mentees und die Patinnen sich gegenseitig vom Beginn ihrer Patenschaften, davon, wie erste Unsicherheiten abgelegt wurden und darüber, wie die pandemiebedingte Pause sich auf ihre Patenschaft ausgewirkt hat.

Anschließend wurden Ideen und Wünsche für die zukünftige Zusammenarbeit ausgetauscht und auch Pläne für gemeinsame Unternehmungen geschmiedet.

„Sicherlich ist uns durch Corona wichtige Zeit verloren gegangen, aber alle Beteiligten haben die Bereitschaft gezeigt, die Patenschaftsarbeit nun mit neuem Schwung wiederaufzunehmen und zu intensivieren“, ziehen Grigat und Meyer ein positives Fazit aus dem Treffen und blicken optimistisch in die Zukunft.

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Erstellt:
9. August 2020, 10:15 Uhr
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