Oberst Joachim Miller und Gleichstellungsvertrauensfrau Hauptfeldwebel Jana Altkemper stapeln einen Klötzchenturm bei der Übergabe des Eltern-Kind-Arbeitszimmers beim Zentrum für Zivil-Militärische Zusammenarbeit in der Clausewitz-Kaserne in Nienburg. Bundeswehr / Christian Peter

Oberst Joachim Miller und Gleichstellungsvertrauensfrau Hauptfeldwebel Jana Altkemper stapeln einen Klötzchenturm bei der Übergabe des Eltern-Kind-Arbeitszimmers beim Zentrum für Zivil-Militärische Zusammenarbeit in der Clausewitz-Kaserne in Nienburg. Bundeswehr / Christian Peter

Langendamm 27.12.2017 Von Die Harke

Wickeltisch bei der Bundeswehr

Ein besonderes Arbeitszimmer in der Clausewitz-Kaserne soll Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern

Es ist fertig und ab sofort nutzbar: das neue Eltern-Kind-Arbeitszimmer beim Zentrum für Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr in der [DATENBANK=1292]Clausewitz-Kaserne[/DATENBANK] in Nienburg. „Soldatinnen, Soldaten und Zivilbedienstete der Bundeswehr können ihr Kind oder ihre Kinder mit zur Arbeit nehmen, wenn die Betreuung ihrer Kinder plötzlich ausfällt. Damit werden die betroffenen Eltern spürbar entlastet“, heißt es in einer Mitteilung der Bundeswehr. „Das Spielzimmer und das Büro sind einfach toll geworden. Hier werden sich Kinder richtig wohlfühlen“, meint Hauptfeldwebel Jana Altkemper. Die Gleichstellungsvertrauensfrau des Zentrums für Zivil-Militärische Zusammenarbeit übergab kurz vor Weihnachten in der Clausewitz-Kaserne in Nienburg das nagelneue Eltern-Kind-Zimmer an den Kommandeur des Zentrums, Oberst Joachim MIller. „Ich danke allen Beteiligten, die bei der Schaffung der Räumlichkeiten mitgewirkt haben“ sagte Miller bei der offiziellen Übergabe.

Rund 1000 Euro Bundeswehr-Haushaltsmittel seien für die kindgerechte Ausstattung im Spielzimmer ausgegeben worden. Der Raum sei hell und freundlich. Bunte Wandbilder sollten eine angenehme Atmosphäre schaffen. Ecken und Kanten und Steckdosen seien genauso „entschärft“ wie die Türen, die einen Einklemm-Schutz für Kinderhände haben.

Das mit einer Zwischentür verbundene Büro soll es Soldaten ermöglichen, ihre Bürotätigkeiten gleichzeitig zu erledigen, während der eigene Nachwuchs im Spielzimmer spielt oder im Kinderbett ein Nickerchen macht. Die Vernetzung der Dienstrechner mache das möglich. Mit dem zusätzlichen Notebook sei auch das Arbeiten im Spielzimmer bei direktem Kontakt mit dem Kind machbar.

„Toll ist auch die Vielzahl an Spenden, die unsere Soldatinnen und Soldaten und zivile Mitarbeiter freiwillig beigesteuert haben“ freut sich der Kommandeur. Das Spielzimmer sei für Kinder bis zu etwa zehn Jahren geeignet. Es gibt Spiele und Beschäftigungsmöglichkeiten für alle entsprechenden Altersstufen.

„Mit dem neuen Eltern-Kind-Arbeitszimmers beim Zentrum für Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr hat die Kaserne nun ein Betreuungs-Spielzimmer in der Familienbetreuungsstelle sowie ein Eltern-Kind-Arbeitszimmer für die Eltern unter den rund 800 Soldaten in der Kaserne. Die Fertigstellung und Übergabe des zweiten Eltern-Kind-Arbeitszimmers beim Bataillon für Elektronische Kampfführung 912 (EloKaBtl 912) wird voraussichtlich im Januar 2018 erfolgen.

„Damit wird unser Standort noch ein stückweit attraktiver“ so [DATENBANK=2202]Oberst Mille[/DATENBANK]r, dem als Standortältester auch die Vereinbarkeit von Dienst und Familie am Standort besonders am Herzen liege. Bei Unterrichtsausfall in der Schule, Streik im Kindergarten oder Krankheit der Tagesmutter müssen diese nicht mehr spontan Urlaub einreichen oder Überstunden abbauen um die Betreuung sicherzustellen. Inzwischen habe die Bundeswehr bundesweit über 340 solcher Eltern-Kind-Arbeitszimmer eingerichtet.

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Erstellt:
27. Dezember 2017, 21:00 Uhr
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