Wenn ein Mensch getötet wurde, braucht es den Sachverstand aller drei Professionen: Darüber berichten der pensionierte Polizeibeamte Martin Erftenbeck, die Verdener Staatsanwältin Dr. Annette Marquardt und der Rechtsmediziner Prof. Dr. Klaus Püschel (von links) auf Einladung des Lions Club Grafschaft Hoya am 26. November bei einer spannenden Benefiz-Autorenlesung. Foto: Nogai/Ellert & Richter Verlag

Wenn ein Mensch getötet wurde, braucht es den Sachverstand aller drei Professionen: Darüber berichten der pensionierte Polizeibeamte Martin Erftenbeck, die Verdener Staatsanwältin Dr. Annette Marquardt und der Rechtsmediziner Prof. Dr. Klaus Püschel (von links) auf Einladung des Lions Club Grafschaft Hoya am 26. November bei einer spannenden Benefiz-Autorenlesung. Foto: Nogai/Ellert & Richter Verlag

Hoya 27.10.2021 Von Matthias Brosch

Wie Polizei, Staatsanwaltschaft und Rechtsmedizin zusammenarbeiten, um Verbrechen aufzuklären

Lions Club Grafschaft Hoya veranstaltet Benefiz-Autorenlesung am 26. November

Wie arbeiten Kriminalpolizei, Staatsanwaltschaft und Rechtsmedizin zusammen, um Verbrechen aufzuklären, in denen ein Mensch getötet wurde beziehungsweise es Versuche gab, das Opfer zu ermorden? Der Sachverstand aller drei Professionen ist jedenfalls nötig, um die Wahrheit herauszufinden. Darum geht es am Freitag, 26. November, in der Aula der Marion-Blumenthal-Oberschule in Hoya.

Die Benefizveranstaltung beginnt um 19 Uhr – der Eintritt ist frei, aber es wird um Spenden für den Weißen Ring gebeten, dem Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten.

Der pensionierte Polizeibeamte Martin Erftenbeck, die Staatsanwältin Dr. Annette Marquardt und der Rechtsmediziner Prof. Dr. Klaus Püschel, der deutschlandweit und international auf dem Gebiet der Forensik als Fachmann gefragt ist, haben gemeinsam das Buch „Wahrheit – Tote haben Recht(e)“ geschrieben, in dem es um spannende Fälle geht, mit denen sie am Landgericht Verden zu tun hatten. Daraus tragen sie auf Einladung des Lions Club Grafschaft Hoya vor. Parken ist an der Rudolf-Harbig-Straße möglich, der Zutritt in die Aula der Grundschule nur mit Geimpften- oder Genesenennachweis gestattet. 500 Gäste wären möglich, auf 200 hoffen die Organisatoren.

Spannende Fälle bietet das Buch „Wahrheit – Tote haben Recht(e)“.  Foto: Ellert & Richter Verlag

Spannende Fälle bietet das Buch „Wahrheit – Tote haben Recht(e)“. Foto: Ellert & Richter Verlag

Die Zuhörer und Zuhörerinnen der Autorenlesung dürfen sich über wahre Tötungsfälle aus der Region freuen, da sie allesamt in Verden verhandelt wurden, und bekommen interessante Einblicke in die reale Arbeit der Ermittler und Ermittlerinnen. Ein Fall aus dem Landkreis Nienburg schaffte es nicht ins Buch „Wahrheit“, das im Jahr 2019 im „Ellert & Richter“-Verlag erschienen ist. Der Mordprozess „Weserleiche“, in dem Staatsanwältin Dr. Annette Marquardt in dieser Woche vergeblich dreimal lebenslänglich für die Angeklagten aus Nienburg gefordert hatte, geht in die Revision. Ebenfalls nicht abgeschlossen ist der Mord im Loccumer Klosterwald aus dem Jahr 2015, der aktuell zum dritten Mal aufgerollt wird.

Stattdessen geht es um einen Täter, der sich wahnhaft verfolgt fühlt, einen zynisch kalkulierenden Mörder, eine Polizistin, die selbst zur Täterin wird, oder einen Serienmörder, der 20 Jahre lang sein Unwesen trieb – diese und weitere Fälle wurden von dem Autorenteam in gemeinsamer Arbeit gelöst.

„Ihrer Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass auch Täter von sogenannten Cold Cases endlich ihrer Strafe zugeführt werden konnten“, schreibt der herausgebende Verlag am Hamburg. Das Buch vermittele ein neues Verständnis von professioneller Ermittlungsstrategie, an einem so tiefen Einblick in die Puzzlearbeit der Aufklärung von Mordfällen habe es bislang gefehlt.

Eine Anmeldung für die Autorenlesung in der Aula der Oberschule Hoya über wahre Tötungsfälle aus der Region am 26. November ist möglich per Telefon unter (04251) 5533013, per E-Mail an vorstand@lions-hoya.de oder in der Buchhandlung Leserei Hoya. Der Eintritt ist frei, es gelten die 2G-Regeln.

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Erstellt:
27. Oktober 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

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