Zum „Sommerdialog“ hatte der Verbund „Wirtschaft unbd Familie“ eingeladen. Verbund WIrtschaft und Familiie

Zum „Sommerdialog“ hatte der Verbund „Wirtschaft unbd Familie“ eingeladen. Verbund WIrtschaft und Familiie

Nienburg 23.08.2017 Von Die Harke

Wie Mitarbeitende gesund erhalten?

Betriebliches Gesundheitsmanagement war Thema beim Verbund „Wirtschaft und Familie“

Der Verbund „Wirtschaft und Familie“ hatte zum vierten Mal zum „Sommerdialog“ in das Nienburger Rathaus eingeladen. Verbundmitglieder diskutierten mit Expertinnen und Experten zum Thema „Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – gesunde Unternehmen!“, teilt der Verbund mit. „In diesem Jahr haben wir hinter den Veranstaltungstitel ganz bewusst ein Ausrufe- anstatt eines Fragezeichens gesetzt“, betonte Vorstandsmitglied [DATENBANK=6063]Johanna Beckurts-Othmer[/DATENBANK] in ihrer Begrüßung. „Die Relevanz eines betrieblichen Gesundheitsmanagements ist mittlerweile unstrittig“, so Beckurts-Othmer weiter.

Dennoch stelle sich gerade für kleine und mittelständische Unternehmen die Frage, welche Maßnahmen sinnvoll und umsetzbar seien und wie sich der Erfolg von Gesehundheitsmanagements im eigenen Unternehmen nachhaltig steigern ließe.

Fachliche Impulse erhielten die Verbundmitglieder zunächst von fünf Fachleuten, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. [DATENBANK=6064]Ann-Kathrin Waldvoigt[/DATENBANK] von der [DATENBANK=1388]AOK[/DATENBANK] erläuterte beispielsweise, dass Gesundheit eine Art Wechselwirkung zwischen psychischen, sozialen und körperlichem Wohlbefinden und nicht lediglich die Abwesenheit gesundheitlicher Beschwerden sei.

Über den Gegensatz von Gesundheit und Effizienz referierte Svenja Folkerts von der Barmer-Krankenkasse. „Fast Food, Fahrstuhl, fehlende Pausen – damit versuchen wir, den meist straffen Arbeitsalltag effizient zu bewältigen“, so Folkerts. Gesundheit bedeute aber, sich für gesunde Ernährung, Bewegung und sich selbst Zeit zu nehmen.

„Mit gesundheitlichen Problemen haben heutzutage auch bereits viele Auszubildende zu kämpfen“, erklärte Tanja Wittern. Sie stellte das Projekt „Gesund in die berufliche Zukunft“ vor, das am 1. August startete und Azubis über Prävention und Gesundheitsförderung zu einem möglichst frühen Zeitpunkt ihrer beruflichen Laufbahn aufklären will.

Frei nach dem Motto „Wer rastet, der rostet“ animierte Sportwissenschaftler Malic Ben Jeroud vom Nienburger Therapiezentrum Burgmannshof im Anschluss die Gäste zum Mitmachen und zeigte anhand kleiner Übungen, wie man während des Arbeitens Rückenproblemen effektiv entgegenwirken kann.

Wiebe Krüger vom Verein Niedersächsiche Bildungsinitiativen gab ebenfalls praktische Einblicke hinsichtlich der Frage, wie betriebliches Gesundheitsmanagement in mittelständischen Unternehmen gelingen könne. „Diese hätten zwar in der Regel weniger finanzielle und räumliche Ressourcen zur Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements zu Verfügung“, so Krüger: „Dafür gäbe es den großen Vorteil individueller Lösungen, die Führungskräfte und Mitarbeiter zusammen erarbeiten könnten.“

Der Dialog wurde auch in den anschließenden Diskussionen der Verbundunternehmen als ein zentraler Erfolgsfaktor für das Gesundheitsmanagement herausgestellt. Weitere Maßnahmen wie Angebote am Arbeitsplatz, Schaffung von Anreizen sowie spezielle Apps als „Bewegungsmelder“ wurden hinsichtlich Für und Wider debattiert. „Auch kleine Schritte sind – im wahrsten Sinne des Wortes – für den Erfolg enorm wichtig“, bilanzierte der Vorstand des Verbunds „Wirtschaft und Familie“ die Ergebnisse der Diskussionen.

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Erstellt:
23. August 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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