Der Glasturm der Glashütte Gernheim vor der Inbetriebnahme durch das Museum. Berthold Socha

Der Glasturm der Glashütte Gernheim vor der Inbetriebnahme durch das Museum. Berthold Socha

Petershagen 11.09.2019 Von Die Harke

Wie alles begann

Fotografien dokumentieren die Entwicklung der Glashütte Gernheim

Am Sonntag, 14. September, um 15 Uhr eröffnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen die Wanderausstellung „Fabrik. Denkmal. Forum.“ mit Fotografien von Berthold Socha. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei. Berthold Socha führt im Anschluss an die Eröffnung persönlich durch die Ausstellung. Hintergrund: Als erstes Industriegebäude Deutschlands wurde vor 50 Jahren die Maschinenhalle der Zeche Zollern II/IV in Dortmund unter Denkmalschutz gestellt und markiert den beginn einer systematischen Industriedenkmalpflege.

Bereits 1979 hat der LWL den Verbund von ehemaligen westfälischen Industriestandorten – drei Zechen, Stahlwerk, Glashütte, Schiffshebewerk, Textilwerk und Ziegeleien – gegründet. Anhand beispielhafter Anlagen sollte die Industriekultur Westfalens erfahrbar gemacht werden, bevor die Anlagen dem um sich greifenden Strukturwandel gewichen wären.

„Mit der Erhaltung der Bauten war zugleich die Bewahrung der Geschichte all derer verbunden, die in den Betrieben gearbeitet und in den zugehörigen Siedlungen gelebt haben. Nicht zuletzt deshalb hat intensives bürgerschaftliches Engagement vor Ort die Erhaltung der Industriestandorte getragen“, der LWL.

Vier Jahrzehnte, beginnend mit der Gründung, begleitete Berthold Socha die acht Standorte des LWL-Industriemuseums. In präganten Schwarz-Weiß-Fotografien dokumentierte er herausragende Ereignisse, charakteristische Gebäude und vor allem die Gründungsjahre des Museums.

„Anlässlich des Jubiläums widmet ihm das Haus nun eine Fotoausstellung, die auf die betriebsamen Jahre zurückblickt. Die Fotografien zeigen eine sehr persönliche Sicht auf die Entwicklung von der Industrieproduktion zur Industriekultur, die die Orte des LWL-Industriemuseums bis heute genommen haben“, heißt es abschließend.

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Erstellt:
11. September 2019, 11:12 Uhr
Lesedauer:
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