Oliver Hartmann DH

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#tgif 01.12.2017 Von Oliver Hartmann

Wie das Smartphone unser Leben veränderte

Wisst ihr noch, was für ein Handy ihr vor zehn Jahren hattet? Zu den beliebtesten Handys des Jahres gehörten damals das Motorola Razer VRXX, Sony Ericsson W880i oder das Nokia N95. SMS-Nachrichten (für jüngere Semester: das war der Vorläufer von WhatsApp) wurden damals noch über die Zehner-Tastatur des Telefons mit T9 eingetippt. Autokorrektur gab es nicht. Internet auf dem Telefon war umständlich, teuer und oft schlicht nicht zu gebrauchen.

2007 war auch das Jahr, in dem ein hagerer Steve Jobs auf der Macworld Conference & Expo in San Francisco, die Revolution der Handys vorstellte, das iPhone. Er erklärte damals die Verschmelzung von Telefon, iPod und Internet. Selten hat mich eine Produktvorstellung so abgeholt wie damals. Ich wackelte zum Deutschlandstart brav in den nächsten Telekom-Laden, um eines der ersten Geräte in Empfang zu nehmen. Damals konnte man noch nicht wirklich viel mit dem Gerät machen, schon gar nicht unterwegs. Lustige Anwendungen waren die Bier-App, die das iPhone in ein virtuelles Bierglas verwandelte oder die Lichtschwert-App, mit der man sich durch wildes Rumfuchteln wie Luke Skywalker fühlen konnte.

Vor zehn Jahren hat niemand daran gedacht, wie sehr uns das Smartphone verändern sollte. Für jeden Zweck gibt es eine App, die einem aus der Patsche hilft. Das Smartphone beheimatet inzwischen so vieles: Taschenrechner, Videoplayer, MP3-Player, Computer, Spielkonsole, Universal-Lexikon, Wecker, Fotoapparat, Videokamera, Terminkalender, Bücherei. Vor 20 Jahren hätte man einen Bollerwagen hinter sich herziehen müssen, um entsprechendes Equipment bei sich zu haben.

Überall ist alles sofort verfügbar, vom Katzenvideo über Musik bis hin zur aktuellen Tageszeitung, alles per Knopfdruck. Coole Kids hatten in den 80ern eine Casio-Armbanduhr mit eingebauten Taschenrechner. Für so ein Smartphone hätten sie vermutlich eine Niere gespendet.

Das Smartphone ist allgegenwärtig. In Restaurants sitzen sich Paare mit Smartphones gegenüber, beim Zahnarzt werden Selfies aufgenommen und das tägliche Mittagessen wird sofort zu Instagram geschickt. Das Smartphone hat unser Leben schneller gemacht, manchmal sogar zu schnell. Jede Information ist stets sofort und überall verfügbar. Da ist es manchmal doch recht schön, dass es noch den guten, alten Aus-Schalter gibt.

Gespannt bin ich darauf, was wir in zehn Jahren wohl machen werden. Vermutlich auch etwas, was wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Macht VR dann wirklich Spaß und nicht nur Übelkeit und Kopfschmerzen? Gibt es dann Sprachassistenten als Zahnfüllung oder Implantat? Ich weiß es nicht, aber ich bin sehr gespannt. Was meint ihr?

Ein Leben ohne Smartphones ist möglich aber sinnlos :) Adobe Stock / Herrndorff

Ein Leben ohne Smartphones ist möglich aber sinnlos :) Adobe Stock / Herrndorff

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Erstellt:
1. Dezember 2017, 17:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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