Das Tragen der Maske – auch ein Zeichen von Rücksichtnahme. Foto: ty - stock.adobe.com

Das Tragen der Maske – auch ein Zeichen von Rücksichtnahme. Foto: ty - stock.adobe.com

Nienburg 10.09.2020 Von Holger Lachnit

Wie dreist ist das denn?

Guten Tag – ein Kommentar

Am Dienstag hat die Polizei in Nienburg an Bushaltestellen und in Bussen die Einhaltung der Maskenpflicht kontrolliert. Dabei entdeckte ein Polizist an der Marienstraße einen jungen Mann, der ohne Alltagsmaske im Bus saß. Anstatt umgehend eine Maske anzulegen, grinste der 17-Jährige den Polizisten provozierend an, als der Bus abfuhr.

Der junge Mann hatte aber nicht mit dem Einsatz des Polizisten gerechnet, der umgehend ins Auto stieg, hinter dem Bus herfuhr und diesen dann stoppte.

Der Polizist stellte im Bus die Personalien des Maskenverweigerers fest und ihn zur Rede. Einsicht? Weit gefehlt: Der junge Mann weigerte sich weiterhin, die Maskenpflicht einzuhalten. Daraufhin leitete der Polizist ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Auch das beeindruckte den 17-Jährigen zunächst nicht.

Erst als der Polizist ankündigte, einen Platzverweis auszusprechen, was für den jungen Mann einen längeren Fußweg bedeutet hätte, setzte der widerwillig die Maske auf.

Wie egoistisch und dreist kann man nur sein? Es müsste sich inzwischen doch überall herumgesprochen haben, dass die Alltagsmasken nicht zum Selbstschutz, sondern zum Schutz der Mitmenschen dienen. Speziell im Bus oder in der Bahn auf beengtem Raum ist eine Übertragung des Coronavirus’ besonders leicht möglich. Und deshalb ist das Nicht-Tragen einer Maske dort besonders rücksichtslos.

Die Polizei kündigt an, dass sie auch weiterhin regelmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht überprüfen wird.

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Erstellt:
10. September 2020, 06:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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