Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CJD-Tagesgruppe Hoya. Achtermann

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CJD-Tagesgruppe Hoya. Achtermann

Hoya 28.01.2017 Von Horst Achtermann

Wie eine Familie

In der CJD-Tagesgruppe Hoya werden nach Schulschluss neun Kinder zwischen acht und zwölf Jahren betreut

[DATENBANK=2259]Oliver Grimm[/DATENBANK] ist Diplom-Sozialpädagoge und Gruppenleiter der Tagesgruppe Hoya. Tagesgruppen – im Landkreis Nienburg gibt es sie außerdem noch in Stolzenau und Nienburg – sind teilstationäre Angebote der Jugendhilfe, die in der Trägerschaft des gemeinnützigen [DATENBANK=626]Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands[/DATENBANK] (CJD) sind.

„Wir betreuen neun Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Unser Einzugsgebiet ist die Region um Hoya“, berichtet der Sozialpädagoge. Zusammen mit Erzieherin Katja Mittmann und Praktikantin Merle Matheja werden die Kinder nach Schulschluss von Montag bis Donnerstag bis 17 Uhr und am Freitag bis 15:30 Uhr betreut. Danach werden die Kinder nach Hause gefahren.

Mittagessen wird vor Ort zubereitet

Das Mittagessen bereitet Hauswirtschafterin Dorothee Krüger in der Küche des Hauses zu. „Das funktioniert ganz toll. Immer zwei Kinder haben Tischdienst, decken den Tisch und räumen ab. Das kennen sie von zu Hause gar nicht“, so sich Katja Mittmann. Die Kinder lernen davon. Sie decken teilweise zu Hause auch schon den Abendbrottisch.

„Wir führen alle drei Wochen oder früher – je nach Bedarf – Elterngespräche“. Der Sozialpädagoge sieht darin einen Schutzauftrag, eine Art „Wächteramt“ mit Dokumentationspflicht über die Erfahrungen mit schwierigen Kindern. Die Kinder besuchen die Förderschule Lernen oder eine Regelschule. „Unsere Tagesgruppen sind familienstützende und –ergänzende Maßnahmen für schulpflichtige Kinder und Jugendliche“, sagt Oliver Grimm.

Kommunikative Probleme, Lern- und Leistungsstörungen oder emotionale Probleme sind Beispiele für Auffälligkeiten bei Kindern, heißt es in der Leistungsbeschreibung der Tagesgruppen.

Routineablauf nach der Ankunft

Wie es in Hoya in der Von-Staffhorst-Straße abläuft, wenn die Kinder aus der Schule kommen, schildert Katja Mittmann. Nach dem Essen Zähneputzen, danach 20 Minuten Spiele. Dann eine Stunde Hausaufgaben, immer drei Kinder mit eigenem Schreibtisch und Betreuer in einem Raum. Bedarfsabhängig mit Kontakt zur Schule. Lehrer kommen vorbei, besonders die Gutenbergschule sei um einen regelmäßigen Gedankenaustausch bemüht. Montags geht es danach in die Sporthalle, am Mittwoch ins „Verwell“ nach Verden, und am Freitag wird gemeinsam gekocht.

Räumlich sehr gut ausgerichtet sei das Haus: Eine große Küche, hier können die Kinder backen und kochen, ein Raum für Rollenspiele mit Bastelecke und Spielteppich, ein Matratzenraum, ein Musikraum, ein großer Garten mit Spielgeräten und im Keller eine Holzwerkstatt.

„Wir sind Pädagogen und damit mit den Kindern eng verbunden, wie eine Familie. Und damit erkennen wir es als ein Zeichen von Stärke, dass sich Eltern bei uns Unterstützung holen“

Die Tagesgruppenmaßnahme ist in der Regel auf zwei Jahre begrenzt. In der Leistungsbeschreibung werden dazu mehrere Gründe angegeben.

„Wenn die Ziele im Hilfeplan erreicht sind oder die Eltern das Kind aus der Tagesgruppe entnehmen“, sind nur zwei Beispiele. „Wir sind Pädagogen und damit mit den Kindern eng verbunden, wie eine Familie. Und damit erkennen wir es als ein Zeichen von Stärke, dass sich Eltern bei uns Unterstützung holen“, erkennt Diplom-Sozialpädagoge Oliver Grimm.

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Erstellt:
28. Januar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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