Grüße aus Jordanien sendete die Reisegruppe aus dem Südkreis in Form von eindrucksvollen Fotos. Gelshorn

Grüße aus Jordanien sendete die Reisegruppe aus dem Südkreis in Form von eindrucksvollen Fotos. Gelshorn

Südkreis 08.11.2016 Von Die Harke

Wie einst Mose aufs „gelobte Land“ geblickt

Studienreise des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum ins haschemitische Königreich Jordanien / Ziel 2017 ist Malta

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Und wenn gleich 27 Menschen auf Reisen gehen, dann gibt es noch viel mehr zu berichten! So viele Teilnehmer waren es diesmal bei der Studienreise des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum durch das haschemitische Königkreich Jordanien unter der Leitung von Pastor [DATENBANK=107]Karsten Gelshorn[/DATENBANK]. „Jeder Mitreisende könnte berichten von überwältigender Gastfreundschaft, von vielen interessanten Menschen mit viel Lebensfreude, von arabischem Kaffee, einer eindrücklichen Landschaft, von Dingen, die ganz ähnlich und doch anders sind, von jordanischen Sehenswürdigkeiten, morgendlichen Andachten an biblischen Orten und noch vielem mehr“, leitet Gelshorn seinen Reisebericht ein.

Halt am Dreiländereck Jordanien, Israel und Syrien

Der im Jahre 2013 als bester Reiseleiter Jordaniens ausgezeichnete Guide Khaled Shebab nahm die Reisegruppe, die in Hannover an Bord gegangen war, in Amman am modernen Queen-Alia-Flughafen in Empfang. Der erste Tag nach kurzer Nacht führte die Gruppe in den Norden in die antike Stadt Gadara. Heute heißt dieser Ort Umm Qais. Von einer Anhöhe aus konnten die Reisenden am Dreiländereck Jordanien, Israel und Syrien auf den See Genezareth, das Jordantal und die Golanhöhen blicken – „ein wunderbarer Ort für eine erste Andacht über ein Heilungswunder Jesu aus dem Neuen Testament, die sich dort zugetragen haben soll“, schreibt Gelshorn. Ein weiteres Ziel an diesem Tag war die alte römische Provinzhauptstadt Jerash, eine gewaltige Stadtanlage mit Marmor und Granit, die in der Bibel Gerasa heißt.

Der zweite Tag begann mit einer Stadtrundfahrt durch Jordaniens Hauptstadt Amman und dem Besuch des so genannten Zitadellenhügels, auf dem die ältesten archäologischen Funde aus der frühen Bronzezeit stammen. Von diesem fast 900 Meter hohen Hügel hat man einen wunderbaren Rundblick auf Amman. Am Nachmittag ging die Reise weiter in Richtung Osten durch die syrische Wüste.

Am dritten Tag fuhr der Reisebus Bethanien an, wo Johannes, der Täufer, gewirkt und Jesus getauft haben soll. Auf der anderen, der israelischen Seite, des Flusses ließen sich Besucher in weißen Gewändern taufen. Beendet wurde der Besuch am Jordan mit einer Andacht, im Anschluss hatten alle Teilnehmer viel Spaß beim Baden im Toten Meer.

Auf dem Berg Nebo sah die Reisegruppe am vierten Tag wie einst Mose auf das „gelobte Land“. Auf dem Berg Nebo, wo Mose der Überlieferung nach gestorben sein soll, feierten die Reiseteilnehmer eine weitere Andacht. Das nächste Ziel war Madaba mit seiner St.-Georgskirche, in der sich die aus 2,3 Millionen Mosaiksteinchen zusammengesetzte Panoramakarte des Heiligen Landes aus dem 6. Jahrhundert befindet.

Beeindruckende Felsenstadt Petra besichtigt

Die Weiterfahrt nach Petra führte auf dem historischen Königsweg an der Kreuzritterburg von Schobak vorbei, die Balduin I. im Jahre 1115 hat bauen lassen. Vor der Ankunft in Petra besuchte die Gruppe noch Baida, das auch „little Petra“ genannt wird, weil dort die Nabatäer ansässig waren, bevor sie die berühmte, benachbarte UNESCO-Weltkulturerbestadt Petra besiedelt und gebaut haben.

Der vierte Tag gehörte ganz der ausgiebigen Erkundung von Petra. Inmitten einer rosaroten Felsenlandschaft überwältigte der Anblick der „Schatzkammer des Pharao“, der Felsengräber und des Theaters. Am fünften Tag ging es nach einer Nacht in einem Hotel in Aqaba, einem Badeort am Roten Meer, unweit der Grenze nach Saudi Arabien vormittags zu einer Erkundung von Korallenriffen mit zwei Glasbodenbooten. Fische waren dabei nur vereinzelt zu sehen, dafür aber umso mehr Müll. Abschließend ging es weiter zum Wadi Rum. In Begleitung einheimischer Beduinen gab es eine vierstündige Geländewagentour durch eine atemberaubende Wüstenlandschaft. Zum Abschluss gab es ein Picknick in der Wüste. Eine lange Fahrt zurück nach Amman stand nun bevor. Dort hörten alle am Abend bei Sonnenuntergang ein letztes Mal den mittlerweile so vertraut gewordenen Gebetsruf des Muezzins über Lautsprecher.

Nach einer eindrucksvollen Woche freuten sich am nächsten Tag alle, wieder gut in unserem schönen, sauberen Land mit so viel Grün und soviel sauberem Wasser angekommen zu sein

„Nach einer eindrucksvollen Woche freuten sich am nächsten Tag alle, wieder gut in unserem schönen, sauberen Land mit so viel Grün und soviel sauberem Wasser angekommen zu sein“, schließt Gelshorn seinen Bericht. „Noch manch einer, der dabei war, ist dankbar dafür, dass Gott seine Hand schützend über die Reisegruppe gehalten hat und sich alle so gut verstanden haben. Es gab viel zu lernen über den christlichen Glauben und den Islam.“

Schon jetzt gibt es Nachfragen, wohin die Reise des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum im nächsten Jahr gehen wird. Gelshorn berichtet, dass diese Reise vom 4. bis 11. Oktober 2017 auf die Insel Malta und deren kleinere Nachbarinsel Gozo führen wird. Interessenten können sich diesen Termin schon einmal in ihren Kalendern vormerken oder sich bei Gelshorn unter der Telefonnummer (05761)3938 melden. Weitere Informationen dazu werden zu gegebener Zeit in der Harke, auf der Homepage des Kirchenkreises und in den Gemeindebriefen veröffentlicht.

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Erstellt:
8. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 30sec

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