Rodewald 08.03.2017 Von Die Harke

Wie kommt die Idylle zurück aufs Land?

Naturschutzverein „Alpenniederung“ ist für Rückführung von Wegerainen und Grabenrändern

Der Natur- und Vogelschutzverein Alpenniederung hält die Rückführung von Wegerainen und Grabenrändern zu naturnahen Landstreifen für wichtig. Dazu heißt es in einer Pressemeldung: „Die Idylle ist auf dem Lande ein realer Wirtschaftsfaktor geworden, und im Zuge industrieller Landwirtschaft sind nun echte Anstrengungen erforderlich, sie zurückzubringen. In Zeiten moderner Landwirtschaft wird die Landschaft in ländlichen Gebieten immer monotoner. Die Idylle geht verloren. Wenn der Städter aufs Dorf fährt, wundert er sich, dass er auf dem Weg dorthin weniger wilde Vögel, andere Tiere und Insekten sieht, als in der Stadt. Zum Beispiel der Honig, den die Bienen in der Stadt sammeln, ist oft reichhaltiger und hochwertiger als der in ländlichen Gebieten.

Neben den wichtigen Funktionen naturnaher Landschaft, uns Menschen psychische Erholung zu ermöglichen und der Gemeinde Strahlkraft zu verleihen, muss das unbedingt notwendige Stoppen des Artensterbens Erwähnung finden.“ Denn das werde zur Bedrohung für die Ernährung der Menschheit. Aber es gebe durchaus Möglichkeiten, ein Stück der einstiegen lebensspenden Idylle zurückzuerobern: „Noch immer sind reichlich Flächen an den Seitenrändern der vielen Wege und Gräben in Besitz der Gemeinden.

Aber die letzte dort lebende natürliche Flora und Fauna fällt derzeit leider immer noch allzu oft einem wahrhaftig nicht mehr zeitgemäßen Aufräumtrieb zum Opfer. Diese Flächen sind neben zerstreuten kleinen Reststücken vor allem Wegeseitenränder. Dort könnten wie einst die Wildblumen blühen, die Bienen ihren Honig ernten und die Rebhühner im Schutz der Gräser ihre Küken aufziehen, wenn diese Flächen weitgehend unberührt blieben. Und das Interessante ist: Arbeit und Kosten fallen weg, wenn dort eben nichts oder nur sehr wenig getan wird. Für Landwirte, die sich entschließen, Ackerstreifen mit Blühstreifen einzusehen, stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung. Erfährt die Landschaft wieder Strukturierung durch Blühstreifen und Buschhecken, wird das dazu beitragen, dass manch einer wieder Gefallen am Landleben findet.“

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Erstellt:
8. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

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