Wie läuft ein „Caucus“-Treffen ab?

Wie läuft ein „Caucus“-Treffen ab?

Elizabeth Warren, Senatorin und demokratische Bewerberin auf die Präsidentschaftskandidatur, beim Wahlkampf in Iowa. Foto: Gene J. Puskar/AP/dpa

Die Entscheidung fällt nicht in Wahllokalen, sondern bei „Caucuses“ - aberhunderten kleinen Parteiversammlungen. An fast 1700 Orten finden solche Treffen statt - zum Teil in ganz kleiner Runde, etwa in Cafés, Schulen, Kirchen, Gemeindezentren, Sporthallen oder Büchereien. Die Abläufe bei Republikanern und Demokraten sind bei diesen Treffen unterschiedlich. Bei den Republikanern ist Amtsinhaber Donald Trump ohne ernstzunehmende Konkurrenz. Bei den Demokraten ist das Rennen umkämpft und damit umso spannender. Bei den „Caucus“-Treffen der Demokraten gibt es meist zuerst Reden von Unterstützern der Kandidaten. Dann teilen sich die Anwesenden im Raum auf: Entweder sie begeben sich zur Gruppe eines Kandidaten oder in die Ecke der „Unentschiedenen“. Damit die Stimmen gelten, muss eine Gruppe mindestens 15 Prozent der Anwesenden auf sich vereinen. Wer in einer Gruppe endet, die das nicht erfüllt, kann in einer weiteren Runde in das Lager eines anderen Kandidaten wechseln. Danach wird ausgezählt. Nur wer physisch an einer solchen Versammlung teilnimmt und bis zum Schluss bleibt, dessen Stimme zählt. Die Parteiversammlungen beginnen heute um 19.00 Uhr Ortszeit in Iowa. Das ist nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Dienstag. Es dürfte lange dauern, bis Ergebnisse zentral vorliegen - nach deutscher Zeit wohl bis weit in den Dienstagmorgen. Iowa markiert mit der Vorentscheidung den Auftakt einer ganzen Serie von Vorwahlen, die sich bis in den Juni hinziehen. Die Entscheidung in dem kleinen Staat hat dabei große Signalwirkung. Im Sommer küren beide Parteien dann offiziell ihren Präsidentschaftskandidaten. Die eigentliche Präsidentschaftswahl ist für den 3. November angesetzt.Übersicht über die demokratischen Präsidentschaftsbewerber