Sabine Lüers-Grulke DH

Sabine Lüers-Grulke DH

Guten Tag 06.12.2018 Von Sabine Lüers-Grulke

Wie schön war’s im Moorbad

Seit fast dreieinhalb Jahren tut sich angeblich was im ehemaligen Moorbad Blenhorst. Doch wann immer man dort vorbeifährt, ist die Baustelle meistens verwaist. Im Sommer 2015 hatte die Maico-Mannesmann-Gruppe das Areal gekauft, und von einer Neueröffnung Anfang 2016 war die Rede. Nun haben wir bald Anfang 2019. Vor drei Jahren war noch von einem Investitionsvolumen von 1,5 Millionen Euro die Rede gewesen, inzwischen dürfte sich dieser angenommene Betrag verfünf- (oder gar verzehnt-?)facht haben.

Dabei wäre es Blenhorst mehr als zu wünschen, dass dort wieder Leben einzieht. Meine Kinder übten mit ihrer Kindergartengruppe dort im Schwefelbad schwimmen. Einmal im Monat mussten Eltern mit als Betreuer, und die genossen dann ebenso das warme Wasser in dem kleinen, tiefen Becken.

Der frühere Betreiber Dietrich Lehmann hatte alles versucht, das Bad am Leben zu erhalten, auch nachdem die Krankenkassen die früher von ihnen bezahlten Anwendungen kurzerhand gestrichen hatten. Lehmann legte als einer der ersten im Garten einen Barfußpfad an, und er öffnete in den 90er-Jahren die Galerie des Kurmittelhauses für Ausstellungen des Vereins „Kunst in der Provinz“. Auch an einen Abend mit Whisky-Tasting im Restaurant erinnere ich mich...

Das alles ist schon über 20 Jahre her. Doch die Oster- und Weihnachtsausstellungen auf dem benachbarten Blenhorster Bauernhof im „Entenpark“ waren bis zuletzt Besuchermagneten. Aber auch eine Fernsehsendung namens „Retten Sie unser Hotel!“ im Jahr 2008 konnte den Konkurs wenig später nicht mehr abwenden.

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Erstellt:
6. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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