Unzufrieden ist der ADFC mit der Situation an der Hannoverschen Straße. „Trotz Fertigstellung des Südrings hat sich hier nichts getan“, meint Berthold Vahlsing vom ADFC. Gefordert wird ein Radfahrstreifen. Foto: ADFC Nienburg

Unzufrieden ist der ADFC mit der Situation an der Hannoverschen Straße. „Trotz Fertigstellung des Südrings hat sich hier nichts getan“, meint Berthold Vahlsing vom ADFC. Gefordert wird ein Radfahrstreifen. Foto: ADFC Nienburg

Nienburg 12.09.2020 Von Die Harke

Wie sicher sind Nienburgs Straßen?

ADFC ruft dazu auf, den Fahrradverkehr anhand von 27 Fragen zu bewerten

Seit Anfang September ruft der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Radfahrerinnen und Radfahrer auf, die Fahrradfreundlichkeit von Kommunen zu beurteilen. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und Digitalisierung wird erneut in einer bundesweiten Umfrage das Fahrradklima in den Kommunen untersucht. Die Analyse soll Verwaltung und Politik Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung vor Ort aufzeigen. Die Daten werden regelmäßig alle zwei Jahre erhoben.

Mit der Corona-Pandemie hat das Fahrrad nach Einschätzung des ADFC nochmals einen neuen Schub bekommen. Hinzu kommen die Anforderungen des boomenden Pedelecanteils am Fahrradverkehr: „Beide Entwicklungen stellen neue Bedingungen an die innerörtlichen Verkehrswege der Städte und Gemeinden. Die Umfrage betrachtet diese Belange: Macht Radfahren Spaß oder bedeutet es Stress? Wie verhält es sich mit der Qualität der Verkehrswege, wie mit Abstellanlagen und der Sicherheit? Haben die Verantwortlichen auf die Veränderungen reagiert?“

Mit 27 Fragen werden die Themengebiete systematisch abgefragt. „Nehmen Sie sich Zeit und unterstützen Sie uns bei unseren Bestrebungen zur Verbesserung des Fahrradverkehrs“, bittet Berthold Vahlsing vom örtlichen ADFC. Interessierte können sich bis zum 30. November an der Untersuchung beteiligen.

Der ADFC-Fahrradklimatest wird bereits zum neunten Mal durchgeführt. Nienburg hat seit 2012 regelmäßig an der Aktion teilgenommen. Voraussetzung ist, dass sich ausreichend Teilnehmer in Abhängigkeit zur Einwohnerzahl finden. Für die Kreisstadt werden wenigstens fünfzig abgegebene Meldungen benötigt. Auch Radfahrer der umliegenden Gemeinden können Nienburg bewerten. Für die kleineren Kommunen reichte die Beteiligung in den vergangenen Jahren nicht aus.

Die Auswertung der Befragung wird im Frühjahr 2021 vorgestellt. „Wir werden die Ergebnisse für unsere Region zusammenfassen und den politischen Entscheidungsträgern sowie der Verwaltung verbunden mit Handlungsanregungen vorgelegen“, schreibt der ADFC-Sprecher. Anliegen zu Fahrradangelegenheiten im Kreisgebiet können dem ADFC auch per Mail an info@adfc-nienburg.de direkt übermittelt werden.

Der ADFC empfiehlt dafür die Online-Einwahl unter der Adresse www.fahrradklima-test.de. Der Verband stellt die Unterlagen aber auch in Papierform zur Verfügung, Anforderung unter (05021) 8954757.

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Erstellt:
12. September 2020, 10:12 Uhr
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