Wieder „Rakows Dom“ auf der Bühne

Wieder „Rakows Dom“ auf der Bühne

Die Gruppe „Acht machen Theater“ spielt erneut „Rakows Dom“ im Nienburger Kulturwerk. Acht machen Theater

Rakow ist der vermögende, aber unsympathische Gönner seiner Heimatstadt. Die Erweiterung des Schulhauses und der neue Bahnhofsvorplatz waren nur durch seine Steuern und seine Spenden möglich. Sein neuer Plan, der Stadt seinen Stempel aufzudrücken, spaltet die Stadt und seine eigene Familie. Er will einen Dom bauen. Die Gruppe „Acht machen Theater“ spielt das Drama „Rakows Dom“ nach Lorenz Langenegger nach dem Erfolg im März noch einmal im Kulturwerk: am 31. August um 20 Uhr. Andreas Busch spielt die Figur des Rakow, der mit viel Ehrgeiz und wenig Rücksicht einen beispiellosen sozialen Aufstieg hingelegt hat. Es bleibt rätselhaft, warum sich der an diesseitigen Werten orientierte Mensch in den Kopf gesetzt hat, ein überdimensioniertes Gotteshaus bauen zu wollen.

Sein Sohn Junior (Marc Hambruch) versteht es nicht, hat aber auch wenig Interesse daran. Seitdem seine Schwester verschwunden scheint, empfindet er für seinen Vater nur Verachtung und Ekel. Rakows Frau (Isabell Nienhues) stellt sich aus Gewohnheit hinter das Projekt ihres Mannes. Die Idee selbst kann sie sich nicht zu eigen machen.

Thomas Kotterba übernimmt die Rolle des evangelischen Pfarrers, der den Dombau am stärksten beargwöhnt, aber die Aufgabe des künftigen Dompredigers übernehmen soll. Auch die Bürgermeisterin (Denise Siemers) unterstützt das Projekt widerwillig, denn auf den großen Förderer ihrer Stadt kann sie nicht verzichten.

Eine junge Künstlerin (Franziska Frey) liebt Rakows Sohn. Vielleicht sieht sie in der Verbindung zu ihm auch bloß einen Weg, an dem grandiosen Projekt mitzuwirken, in dem sie eine radikale Neubewertung der Kunst sieht. Dem Mädchen steht ihr Opa (Bernd Niss) zur Seite, der sich als Organist der kleinen evangelischen Gemeinde aber auch dem Pfarrer verbunden fühlt.

Berit Busch führt die Regie in diesem Drama, das in vielen Szenen kaleidoskopartig stets neue Bilder dieser Rakow‘schen Welt entwirft – Macht und Einfluss, Schuld und Sühne, Liebe und Verachtung, doch diesmal geht Rakows Plan nicht auf.

„Acht machen Theater“ ist eine Gruppe von Theaterbegeisterten aus dem Raum Bremen und Hannover, die seit 1997 Theaterstücke auf die Beine stellen, die von Amateuren gespielt werden.

Karten an der Abendkasse für zehn Euro, ermäßigt acht Euro. Reservierung unter Telefon (05021)922580