Wieder falsche Polizeibeamte am Telefon

Wieder falsche Polizeibeamte am Telefon

Erneut treiben falsche Polizeibeamte am Telefon ihr Unwesen. highwaystarz / Fotolia

Am Montag, 17.Juni, wurden in den Abendstunden wieder einmal eine Reihe von Menschen, in Nienburg angerufen, denen vorgemacht wurde, die Polizei sei in der Leitung. Fünf Frauen und Männer im Alter zwischen 64 und 85 Jahren zeigten bei der Dienststelle der tatsächlichen Polizei am Amalie-Thomas-Platz 1 an, dass in einem vorangegangenen Anruf versucht wurde, sie im Hinblick auf Geld, Schmuck und Wertgegenstände auszufragen. Auch nach dem Vorhandensein eines Tresors wurde gefragt.

Angeblich waren die Namen und Adressen bei von der Polizei festgenommenen Einbrechern gefunden worden und man wollte die möglichen Opfer zukünftiger Straftaten warnen. „Wir registrieren diese Masche seit geraumer Zeit in ganz Deutschland“, sagt Axel Bergmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg.

„Es ist eine Abwandlung des "Enkeltricks", vor dem wir bereits seit rund. 20 Jahren warnen“. Die Polizei rät allen Angerufenen, sich nicht auf solche Gespräche einzulassen, sondern einfach aufzulegen. Da versierte Täter mittlerweile in der Lage sind, auf dem Display des Telefons jede erdenkliche Telefonnummer anzeigen zu lassen und sich auch noch mit Namen und Dienststelle melden, ist ein Rückruf bei der örtlichen Polizeidienststelle der einzig richtige Weg, raten die Experten der Kriminalitätsvorbeugung.

„Im Übrigen fragt die Polizei niemals am Telefon nach sensiblen persönlichen Daten. Wenn wir etwas Wichtiges von Ihnen wollen, dann kommen wir persönlich und weisen uns dann auch aus. Ein Rückruf in der Dienststelle bringt dann noch die letzte Sicherheit“, so der Tipp des Polizeisprechers.