Die Betrüger rufen zumeist ältere Menschen an. Foto: Milan - stock.adobe.com

Die Betrüger rufen zumeist ältere Menschen an. Foto: Milan - stock.adobe.com

Nienburg 05.08.2020 Von Die Harke

Wieder vermehrt Enkeltrickanrufe

Betrüger wollen fünf Nienburger zwischen 74 und 81 Jahren abzocken

Betrüger haben es wieder auf Senioren in Nienburg abgesehen. Derzeit läuft eine neue Welle so genannter Enkeltrickanrufe. Fünf Frauen und Männer aus Nienburg zwischen 74 und 81 Jahren wurden von Betrügern angerufen. Alle reagierten richtig und beendeten die Telefonate sofort, berichtet die Polizei. Sie rät zu erhöhter Vorsicht am Telefon.

Am Dienstag kam es zwischen 13 und 14:30 Uhr zu insgesamt sieben solcher Anrufe in den Landkreisen Nienburg und Schaumburg. In einem Fall rief der Betrüger bei einer 81-jährigen Frau aus Niedernwöhren im Landkreis Schaumburg an. Er gab sich als ihr Neffe aus und erzählte ihr, dass er einen Verkehrsunfall gehabt habe und jetzt 30000 Euro für die Schadensregulierung bräuchte. Anderenfalls verliere er seinen Führerschein. Die Niedernwöhrenerin durchschaute die Betrugsmasche jedoch rechtzeitig und beendete das Telefonat. Im Anschluss wendete sie sich an den Polizei-Notruf.

Der Enkeltrick läuft nach Angaben einer Sprecherin der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg meist so ab: Zumeist würden ältere Menschen angerufen. Die Betrüger geben sich dann als Verwandter, in diesem Fall Enkel oder Enkelin, aus. Während des Telefonats wird um Geld gebeten, das für die unterschiedlichsten Gründe gebraucht wird. Häufig wird die Notlage überspitzt dramatisiert dargestellt, um den Druck auf den Angerufenen noch zu erhöhen.

Gemeinsam mit den Geldinstituten, die ihre älteren Kunden direkt ansprechen, versucht die Polizei seit vielen Jahren, den Betrügern das Handwerk zu legen. „Wir sind froh, dass die Menschen durch unsere stetige Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit sensibilisiert und aufmerksam sind“, so die Sprecherin der Pressestelle der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. „Auch, wenn ein solches Telefonat durch den Angerufenen vielleicht als unwichtig bewertet wird, möchten wir die Bevölkerung bitten, solche Vorfälle unbedingt zu melden. Nur so können wir weiter sowohl präventiv als repressiv tätig werden.“

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Erstellt:
5. August 2020, 11:04 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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