Matthias Brosch DH

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Kolumnen 15.08.2017 Von Matthias Brosch

Wiederkehrende Straßenbeiträge?

Die 90 Minuten der Ratssitzung der Gemeinde Marklohe verliefen im Vergleich zu vielen Fußballspielen überaus spannend. Zunächst zog der Vortrag von Dr. Karsten Straßburg über den Mord der vierköpfigen Familie Maslow und dem Reichsbahn-Zwangsarbeiter Gregor Kolesnik die Zuhörerinnen und Zuhörer in der Gaststätte „Oyler Berg“ in seinen Bann. Es stellte sich die Frage: Brauchte es 70 Jahre, dass sich jemand der Toten aus Russland annahm? Und es zeigte wieder auf, dass Täter im Nachkriegsdeutschland weiter fleißig Karriere machen konnten.

Die spätere Diskussion über den 57019 verdeutlichte, dass es die Entscheidungsträger an der Basis mit teils schwierigen Themen zu tun haben. Erfrischend ist immer wieder, dass trotzdem regelmäßig neue Ideen entstehen oder aufgegriffen werden. Am Montagabend brachte [DATENBANK=1509]Rita Schnitzler[/DATENBANK] (Bündnis 90/Die Grünen) die Überlegung ins Spiel, die Einführung von wiederkehrenden Straßenbeiträgen zu prüfen.

Zuvor hatte der Rat über mögliche Straßenbeiträge diskutiert, die auf die Grundstückseigentümer bei den geplanten Erneuerungsmaßnahmen zukommen. Dass einmalig ein Beitrag bezahlt werden müsse, löse meist keine Freude aus. Deshalb, findet Schnitzler, hätte die solidarische Umlegung von den Kosten ihren Charme. Durch diese jährliche Gebühr sinke schließlich die Belastung für die Besitzer und wäre besser zu kalkulieren.

[DATENBANK=116]Samtgemeindebürgermeisterin Dr. Inge Bast-Kemmerer[/DATENBANK] und ihr Allgemeiner Vertreter [DATENBANK=359]Matthias Sonnwald[/DATENBANK] wollten Schnitzlers Vorstoß nicht bewerten, sie erwarteten aber spontan Widerstand von anderer Seite.

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Erstellt:
15. August 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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