Ein riesiger Findling wurde auf einem Feld in Hüven ausgegraben. Foto: Sina Schuldt/dpa

Ein riesiger Findling wurde auf einem Feld in Hüven ausgegraben. Foto: Sina Schuldt/dpa

Stöckse 10.11.2020 Von Holger Lachnit

Wir haben den Größten

Da war doch tatsächlich am Freitag auf der Niedersachsen-Seite der HARKE unter der Überschrift „Eine ganz dicke Nummer“ zu lesen, dass in Hüven im Emsland der möglicherweise größte Findling Niedersachsens gefunden worden sei.

Der aus Granit bestehende Stein hat Maße von durchschnittlich 5,80 Metern Länge, 2,90 Metern Höhe und 4,50 Metern Breite. Mit diesen Maßen gehen die Experten des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) davon aus, dass der Findling ein Gewicht von 100 bis 140 Tonnen haben kann.

Der größte Findling Niedersachsens in Hüven mit einem Gewicht von 100 bis 140 Tonnen? Ein Kieselstein ist das! Jeder im Landkreis Nienburg weiß doch, wo der größte Findling Niedersachsens liegt: in Stöckse. Es ist der Giebichenstein. Der ist übrigens 7,5 Meter lang, 4,5 Meter breit und 2,75 Meter hoch.

Das weiß auch das LBEG. Es schreibt in seiner Pressemitteilung zum Hüvener Stein: „Der bislang größte in Niedersachsen gefundene Findling in Stöckse (Landkreis Nienburg) wiegt 330 Tonnen, der zweitgrößte in Dietrichsfeld (Landkreis Aurich) indes 110 Tonnen.“

Wussten Sie eigentlich, wie der Giebichenstein zu seinem Namen kam? Der Sage nach befand sich unter dem Stein einst der Hauptsitz eines Zwergenkönigs namens Giebich. Als der Riese Hans Lohe aus dem Grinderwald aus Wut den Wölper Kirchturm mit dem Findling zerschmettern wollte, war es König Giebich, der mit seinen geheimen Kräften den gewaltigen Stein auf dem Bergrücken der Krähe zu Boden zwang.

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Erstellt:
10. November 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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