Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes. Foto: Stadt Nienburg

Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes. Foto: Stadt Nienburg

Nienburg 24.03.2020 Von Die Harke

„Wir werden die Herausforderung bewältigen“

Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes wendet sich an die Einwohnerinnen und Einwohner

In einem offenen Brief wendet sich Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zur Corona-Krise und dem Umgang mit dieser Herausforderung.

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die letzten Tage haben für uns alle rasante Veränderungen mit sich gebracht. Viele Menschen – auch in unserer Stadt – müssen sich diesen neuen Herausforderungen stellen.

Daher gilt mein erster Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen, den Lebensmittelgeschäften und der kritischen Infrastruktur. Durch Ihren sehr engagierten Einsatz sorgen Sie dafür, dass wir gut versorgt bleiben.

Sehr gerne möchte ich mich bei Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, für die schnelle und mit großer Umsicht erfolgte Einhaltung des Mindestabstandes im öffentlichen Raum von mindestens 1,5 Metern, besser zwei Metern und die Reduzierung der sozialen Kontakte bedanken.

Die Bilder aus anderen Ländern, insbesondere Italien, machen uns allen sehr deutlich, welche Entwicklungen es unbedingt zu vermeiden gilt. Jeder und jede kann durch sein und ihr Handeln einen Beitrag leisten. Es ist nicht nur Selbstschutz, sondern auch verantwortungsbewusstes soziales Verhalten gegenüber unseren älteren Mitmenschen und den Risikogruppen in unserer Gesellschaft.

In den nächsten Tagen werden wir uns in Nienburg mit den sozialen Trägern, der Kirche und vielen Ehrenamtlichen, die durch die Freiwilligenagentur Nienburg unterstützt werden, um die besonders Schutzbedürftigen kümmern. Ich freue mich sehr darüber, dass sich jetzt schon viele Engagierte an die älteren Nachbarn wenden, Lieferdienste privat organisiert und telefonischer Außerhausverkauf angeboten werden.

Zu den Veränderungen des Alltags zählt auch die künftige Durchführung unseres geliebten Wochenmarktes. War es bisher ein kommunikativer Verweilort, so wird er sich zu einem Versorgungsort mit entzerrten Gemüse- und Fleischständen verwandeln.

Henning Onkes, Bürgermeister

Über das Netzwerk der Freiwilligen sollen Einkäufe organisiert, Fahrten zur Apotheke angeboten und Telefongespräche vermittelt werden. Wir wollen zusammenhalten.

Zu den Veränderungen des Alltags zählt auch die künftige Durchführung unseres geliebten Wochenmarktes. War es bisher ein kommunikativer Verweilort, so wird er sich zu einem Versorgungsort mit entzerrten Gemüse- und Fleischständen verwandeln. Zubereitete Speisen zum sofortigen Verzehr wird es bis auf Weiteres nicht mehr geben können.

Wir werden diese, wie auch viele andere Herausforderungen bewältigen und in den Familien und Hausgemeinschaften Zeit für gemeinsame Erfahrungen haben und auf einem Spaziergang mit einem Freund oder einer Freundin intensive Gespräche führen können.

Keiner kann zu diesem Zeitpunkt verlässlich sagen, wie es „danach“ sein wird. Ich glaube daran, dass wir bewusster, achtsamer und sozialer miteinander leben werden.

Damit es wirklich so wird, helfen Sie Ihren Mitmenschen, lassen Sie sich helfen und bleiben Sie gesund.“

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Erstellt:
24. März 2020, 12:11 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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