Macht den Auftakt: Patricia Berger. Hagebölling

Macht den Auftakt: Patricia Berger. Hagebölling

Nienburg 19.11.2016 Von Die Harke

„Wirklich aus der Geschichte lernen“

Naturfreunde fragten: Wie stellen Sie sich eine Welt vor, in der Sie gerne leben würden? / Heute: Patricia Berger

„Wie stellen Sie sich eine Welt vor, in der Sie gerne leben würden ?“ Diese Frage richteten die Nienburger Naturfreunde im Rahmen ihres Projekts „Zukunftsvisionen“ an verschiedene Personen in Stadt und Kreis. An die Harke am Sonntag wurde die Anregung herangetragen, die mittlerweile vorliegende Beiträge einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dieser Anregung kommt die HamS gerne nach.

Den Auftakt der neuen Serie machen heute die Gedanken von Nienburgs Stadt- und Kreisarchivarin Patricia Berger.

Die Nienburgerin schreibt: Ich möchte in einer Welt leben, die im Gleichgewicht ist; in der es gelingt, die Brandherde rund um den Globus zu befrieden.

Ich wünsche mir eine Welt, die unsere Umwelt respektiert und Tiere als Lebewesen akzeptiert und nicht als Massenware sieht und gnadenlos ausbeutet. Und eine Welt des fairen Umgangs zwischen den Nationalitäten und Kulturen, zwischen den Geschlechtern. In „meiner“ Welt hätten mehr Frauen das „Sagen“.

Ich wünsche mir, dass die Gesellschaft wirklich einmal aus der Geschichte lernt

Ich wünsche mir, dass die Gesellschaft wirklich einmal aus der Geschichte lernt und nicht die Fehler wiederholt, die bereits gemacht wurden. Politik wäre nicht am reinen Machterhalt orientiert, sondern integer, authentisch und visionär. Schaue ich auf meinen eigenen Radius, wünsche ich mir weniger an Spaß- und Lärmgesellschaft, dafür mehr an Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit; eine Gesellschaft, die auch innehält und zurückblickt, in der Menschen weniger angepasst sind und doch Rücksicht üben.

Berufstätigkeit und Freizeit ausgewogener zu gestalten, mehr Gelassenheit, dafür wünsche ich mir für mich mehr Flexibilität und – das Alter kommt bestimmt – ein dann erträgliches Leben möglichst selbstständig und in Würde.

In dieser Welt spielt Verantwortung und Respekt eine große Rolle, aber auch die stabile soziale Anbindung. Um das zu erreichen, bedarf es der Veränderung. Damit muss ich bei mir selber beginnen.

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Erstellt:
19. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

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