Edda Hagebölling DIE HARKE

Edda Hagebölling DIE HARKE

Nienburg 28.07.2019 Von Edda Hagebölling

Wirklich toll

Gefühlt ist es mindestens 100 Jahre, doch wir denken immer noch gerne an das Wochenende zurück. Eigentlich waren wir in Hitzacker, um das nächste Ziel für unsere Jugendfreizeit auszukundschaften. Mehrere Mütter und Väter aus dem Bekanntenkreis hatten sich zusammengetan, um mit den eigenen und gerne auch Gastkindern ein paar ereignisreiche Tage zu verleben. Berlin, Wingst, Otterndorf oder Kappeln an der Schlei sind Ziele, an die wir uns immer gerne wieder erinnern. Mit den unterschiedlichsten Highlights.

In Berlin haben wir im Sonycenter in den Geburtagstag eines der Kinder hineingefeiert. Und zum ersten Mal echte Wildschweine gesehen. Die Jugendherberge am Wannsee grenzte direkt an den Grunewald an. In der Wingst haben wir gefühlt die ganze Zeit nur Wasser getrunken. Die Tage waren ähnlich heiß, wie die, die wir gerade überstanden haben, und die Väter, die im Auto hinterhergereist waren, schleppten Kistenweise Mineralwaser herbei.

Unser ganzes Mitgefühl galt dabei der Schulklasse aus Berlin, die in Unterwäsche an den Fenstern saß, weil alles andere von Läusen befallen war. Und Hannes. Jener junge Mann, der heute in Heemsen ein super florierendes Brautmodengeschäft betreibt und damit in schöner Regelmäßigkeit im Fernsehen auftaucht. Hannes war so doll gefallen, dass beide Knie bluteten.

Nach Hitzacker sind wir mit den lieben Kleinen nicht gefahren. Wir hatten Sorge, dass es dort doch etwas zu idyllisch gewesen wäre. Das Erkundungswochenende wird uns jedoch trotzdem in Erinnerung bleiben. Wegen des Weinbergs, wegen der Eisdiele, in der auch spät abends noch Betrieb war und auch wegen der Gruppe, die morgens kurz im Frühstücksraum auftauchte, um sich mit einem halben trockenen Brötchen einzudecken und kurz darauf in den Bus einzusteigen, der bereits mit laufendem Motor bereit stand. Am Vorabend hatten wir die jungen Leute beim Stepptanz à la Michael Flatley auf der Bühne bewundert.

Das schönste an Hitzacker aber war der Buchenwald. Ein Wald, in dem wir stundenlang spazieren gegangen sind. In diesen Tagen ist – zum ersten Mal – davon die Rede, dass die Buchen sterben. Der Grundwasserstand ist mittlerweile so flach, dass die Wurzeln dieser majestätischen Bäume mit dem dichten Blätterdach kein Wasser aufnehmen können. Das haben wir wirklich toll hinbekommen.

Am kommenden Mittwoch sind alle eingeladen, die sich im Rahmen der „Fridays for Future“-Bewegung engagieren möchten. Auch Erwachsene. Die Kontaktadressen finden Sie im nebenstehenden Bericht.

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Erstellt:
28. Juli 2019, 07:03 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

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