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Rubrik: Wirtschaft

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Griechenland kostet HRE fast 9 Milliarden Euro

Die Zentrale der Hypo Real Estate (HRE) in Untersc... Foto: dpaDie Zentrale der Hypo Real Estate (HRE) in Unterschleißheim bei München. Foto: Andreas Gebert Foto: dpa
Die Zentrale der Hypo Real Estate (HRE) in Unterschleißheim bei München. Foto: Andreas Gebert Foto: dpa
Die Zentrale der Hypo Real Estate (HRE) in Unterschleißheim bei München. Foto: Andreas Gebert

München/Berlin (dpa) - Der Schuldenerlass für Griechenland wird für die Bad Bank der verstaatlichten Hypo Real Estate (HRE) - und damit für den Steuerzahler - teurer als erwartet. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte in Berlin, die FMS Wertmanagement müsse jetzt zusätzlich 3,1 Milliarden Euro abschreiben.

Mit der bereits getroffenen Risikovorsorge von 5,8 Milliarden Euro summieren sich die Abschreibungen auf ihr Griechenland-Depot damit auf insgesamt 8,9 Milliarden Euro. Wie die FMS in München mitteilte, tauscht sie griechische Staatsanleihen im Nennwert von rund 8,2 Milliarden Euro in neue Anleihen im Wert von rund 3,8 Milliarden um.
Zwei Drittel der neuen Papiere haben niedrigere Zinsen und längere Laufzeiten. Ein zusätzliches Problem dabei sind Derivate-Konstruktionen. Die Griechenland-Risiken aufgrund von Derivaten hatte die FMS im vergangenen Jahr auf 10,8 Milliarden Euro beziffert. Wegen der drohenden Griechenland-Ausfälle hatte die FMS schon im vergangenen Jahr eine Risikovorsorge von 5,8 Milliarden Euro gebildet.
FMS-Risikovorstand Christian Bluhm sagte, ein ungeordneter Zahlungsausfall Griechenlands «würde voraussichtlich noch schwerere finanzielle Schäden nach sich ziehen». Im Mai will die Bad Bank ihre Jahresbilanz vorlegen.
Der Pfandbriefbank HRE hatte im Oktober 2010 hochriskante Papiere in Höhe von insgesamt 176 Milliarden Euro in die eigens dafür gegründete Abwicklungsanstalt FMS ausgelagert - darunter auch griechische Anleihen und Kredite im Nennwert von 9,1 Milliarden Euro. Für die Verluste der FMS muss der staatliche Bankenrettungsfonds Soffin geradestehen - in letzter Konsequenz also der Steuerzahler. Die FMS hatte bis Juni 2011 bereits rund 3,7 Milliarden Euro Verlust gemacht. Die Abschreibungen von 8,9 Milliarden Euro kommen nun dazu.

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