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Rubrik: Wirtschaft

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Frankfurt/Main

Dax erholt sich - Viele Hürden bleiben im Weg

Händler verfolgen im Handelssaal der Börse in Frankfurt die Kursentwicklung. Foto: Boris Roessler
Händler verfolgen im Handelssaal der Börse in Frankfurt die Kursentwicklung. Foto: Boris Roessler

Nach dem Kurseinbruch in der Vorwoche hat sich der Dax am Montag vorwärts bewegt. Der Leitindex fiel mit 11.459 Punkten zunächst auf den tiefsten Stand seit Januar 2017, konnte sich dann aber stabilisieren und ging mit 11.614,16 Zählern aus dem Handel.

Gestützt auf die ins Plus gedrehte Wall Street brachte er einen Aufschlag von 0,78 Prozent über die Ziellinie.
Von mehr als einer Erholung beim Dax wollten Börsianer zu Wochenbeginn aber nicht sprechen - zu groß seien nach wie vor die Unsicherheiten. So sind die Hoffnungen auf einen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen vor dem am Mittwoch anstehenden EU-Gipfel weiter gering.
Außerdem halten sich am Markt die Sorgen um die Schuldenpläne Italiens, wo sich die Abgabe des Haushaltsplans in Brüssel zu verzögern droht. Als Belastung hinzu gekommen sind politische Spannungen zwischen den USA und Saudi-Arabien.
In der zweiten Börsenreihe konnte sich der MDax der positiven Tendenz denn auch nicht anschließen: Für den Index der mittelgroßen Werte ging es um 0,51 Prozent auf 23.749,94 Punkte bergab. Der EuroStoxx dagegen legte um ein halbes Prozent zu, obwohl es in Paris beim Cac 40 mit einem denkbar knappen Abschlag zögerlich zuging. Der britische FTSE 100 schloss freundlich und der US-Leitindex Dow Jones Industrial hielt sich zuletzt knapp in der Gewinnzone.
Unter den Einzelwerten verbuchten die schwer angeschlagenen Ceconomy-Aktien Kursgewinne von etwas mehr als 3 Prozent. Bei der Mediamarkt-Saturn-Mutter sollen neue Konzernlenker die Wende schaffen - und unter Anlegern wieder mehr Vertrauen schüren.
Gemischt ging es im Autosektor zu, wo die Titel des Zulieferers Continental um 1,25 Prozent fielen, während die VW-Aktien an der Dax-Spitze um rund 3 Prozent anzogen. Die Experten von Barclays hatten in einer Studie ihre Präferenz für die Hersteller gegenüber den Zulieferern geäußert.
Größter Dax-Verlierer waren die Papiere der Lufthansa. Nachdem sie mit 18,145 Euro den tiefsten Stand seit August 2017 erreicht hatten, schlossen sie bei 18,580 Euro, was immer noch ein Abschlag von mehr als 3 Prozent war. Neben dem steigenden Ölpreis sahen Börsianer auch einen skeptischen Kommentar aus dem Hause Mainfirst als Belastung.
Gegen den Trend erholten sich Bayer als zweitbester Dax-Wert um weitere 2,6 Prozent vom Kursrutsch wegen des Glyphosat-Urteils gegen die US-Tochter Monsanto. Laut Börsianern halfen dabei Spekulationen über mögliche Einsparungen im Pharmageschäft.
Im MDax setzten sich Osram mit einem Anstieg um 4,8 Prozent ganz oben fest. Ohne echte kursbewegende Nachrichten war hier auf dem niedrigsten Niveau seit vier Jahren erst einmal Erholung angesagt. Im Gegensatz dazu standen die Aktien von MTU am Indexende mit einem Minus von 3,7 Prozent unter Druck. Seit sie Anfang Oktober auf ein Rekordhoch gestiegen waren, ebbt die Welle an Gewinnmitnahmen nicht ab.

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