Pixabay

Pixabay

19.11.2018 Von Alan Smithee

Wirtschaft und Gemeinden in Nienburg rüsten für den Winter: Das sind die Gewinnbringer

Wirtschaft und Gemeinden im Raum Nienburg rüsten sich für den nahenden Winter. Während die Tourismus-Branche in der kalten Jahreszeit traditionell nicht ihre stärksten Monate hat, können andere Angebote die potentiellen Kunden jetzt besonders überzeugen. Was sind die Gewinnbringer in den dunklen Monaten des Jahres und wie arbeiten Wirtschaft und lokale Verwaltung zusammen, um auch für die ortsansässigen Menschen möglichst viel aus der weihnachtlichen Zeit herauszuholen?

Weihnachtsmärkte sorgen ab jetzt für Umsatz

Herbst und Winter sind traditionell Markt-Zeiten im Nienburger Raum. Erst kürzlich machten über 50 Aussteller beim „Lichterglanz und Weihnachtsduft“ Fest in Stöckse den spätjährlichen Anfang und kamen sowohl aus Hannover, als auch aus dem Harz und der sächsischen Region. Die Veranstalter sprachen von einem vollen Erfolg, die Erwartungen wurden übertroffen. Ab Ende November beginnt dann traditionell die Zeit der Weihnachtsmärkte, welche für Wirtschaft und Städte gleichermaßen lukrativ ist und den Nienburgern den Winter versüßt. Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht, wie wichtig der deutsche Exportschlager Weihnachtsmarkt inzwischen geworden ist: Jährlich werden laut Statista mehr als 5 Milliarden Euro alleine in Europa mit Weihnachtsmärkten umgesetzt, Deutschland stellt hierbei die absolute Spitze und ist für mehr als die Hälfte dieses Umsatzes verantwortlich. Auch die Märkte in Nienburg ziehen lokale und ausländische Touristen an. Dank enger Kooperation von Städten und Gemeinden mit den Ausstellern und Standbetreibern wird auch dieses Jahr ein reges Treiben erwartet.

Wintersport lockt Zuschauer an

Nienburg ist zudem für eine große Auswahl an Wintersportangeboten bekannt. Handball wird in der Region groß geschrieben, auch im Winter wird jeder Sieg und jede Niederlage des HSG Nienburg mit Spannung verfolgt. Genauso groß ist das Interesse an den Skipisten. Der Winter ist außerdem traditionell Wettzeit für Sportbegeisterte: Während der Fußball sich auf die Hallensaison vorbereitet, kommen Wintersportarten wie Skilaufen, Bob und Skispringen erst langsam auf Temperatur. Lokale Wettbüros verzeichnen daher großen Zulauf, ebenso wie Online Varianten. Die guten Neuigkeiten für die lokale Branche: Anbieter wie Betway, bei denen Fans Wetten auf Fußball, Tennis oder Skispringen abgeben können, ergänzen die Angebote vor Ort und erhöhen so noch einmal den Umsatz - gerade beim Weltcup Gesamtsieg der FIS Weltmeisterschaft, wo Kamil Stoch der haushohe Favorit mit einer Wettquote von 1,70 am 13. November 2018 war. Hier ergänzen sich die offline und online Angebote zum Glück sehr gut.

Wie gut dabei die Saison in der Region verläuft, ist stark von der Witterung abhängig. Das sehr warme Jahr 2018 ist für den Wintersport bislang aber noch nicht zwingend eine schlechte Nachricht. Denn auch 2017 war der Sommer überdurchschnittlich heiß, dennoch ließ der darauf folgende kalte Winter dann den Tourismus in zentralen Wintersportgebieten wie den Alpen stark wachsen: 1,35 Milliarden Euro wurden im Jahr 2017 laut dem Handelsblatt umgesetzt. Dieses Jahr könnte der Umsatz noch höher liegen, was auch die Nienburger Region freut. Schwierigkeiten gibt es lediglich für die lokalen Sportausstatter: Skihelme und Ähnliches werden heute oft über Webseiten wie Amazon gekauft.

Doch selbstverständlich freut sich auch der Fußball auf die anstehende Hallensaison: Mehrere Dutzend Hallen in der Region locken bei Spielen Zuschauer an und sorgen so für Umsatz. Nienburg ist nach wie vor eine sehr vom Fußball begeisterte Region.

Konzepte der lokalen Verwaltung als Unterstützung

Um bei den winterlichen Veranstaltungen für maximalen Umsatz zu sorgen, sind auch ausgefeilte Sicherheitskonzepte wichtig, welche die Polizei des Landkreises bis ins Detail ausgearbeitet hat. Seit 2016 sind in der Region immer weniger Einbrüche und Diebstähle zu verzeichnen und dieser Trend soll weiter aufrechterhalten werden. Die Polizei unterstützt die lokalen Gemeinden auch mit Infoblättern. Das gute Gefühl das bleibt: Bei Märkten und Veranstaltungen in der Region kann man sich sicher vergnügen.

Ebenso sind die Stadtverwaltungen gefragt, um ein reibungsloses Funktionieren der Wirtschaft im Winter zu gewährleisten. Die Kooperation hat in den letzten Jahren reibungslos funktioniert, die Gemeinden ihre Aufgabe zur Zufriedenheit von Geschäften und Anwohnern erfüllt. Davon profitiert auch die Gastronomie: In Deutschland haben 2017 allein die Top 100 der Systemgastronomie ein Nettoumsatzvolumen von 13,76 Milliarden Euro erwirtschaftet. Kein Wunder, dass im Winter auch die Gaststätten in der Region oft prall gefüllt sind.

Fazit

Der Wintereinbruch sorgt alljährlich auch für einen großen wirtschaftlichen Umbruch in der Region Nienburg. Sommerangebote weichen den umsatzstarken Weihnachtsmärkten, Fußball rückt ein Stück hinter Skisport und Handball in den Hintergrund und Gemeinden und Wirtschaft kooperieren, um den lokalen und auswärtigen Tourismus aufs Neue anzukurbeln. Für die Saison 2018 / 2019 stehen die Zeichen gut, dass die Region ausreichend auf den Wechsel der Jahreszeiten vorbereitet ist. Jetzt fehlt nur noch der erste Schnee, dann locken Skifahren und Weihnachtsmärkte noch eine viel größere Anzahl an Kunden. Die lokale Wirtschaft wird es dem Wettergott danken.

Zum Artikel

Erstellt:
19. November 2018, 11:18 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 28sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.