DIE HARKE - Ihre Zeitung für den Landkreis Nienburg - Nachrichten für die Mittelweserregion seit 1871

Nienburger Zeitung von 1871

aktuelle Ausgabe: Nr. 16 von Donnerstag, 19. Januar 2017

Überregionales

  • Paviane töten unter bestimmten Bedingungen den geborenen und sogar den ungeborenen Nachwuchs von fremden Weibchen, um sich selbst schneller mit diesen paaren zu können. Foto: Raphael Mututua/Duke University
    Wis­sen­schaft

    Ge­walt­be­reite Pa­viane grei­fen träch­tige Weib­chen an

    18.01.2017, 06:52 Uhr - Ke­nia (d­pa) - Männ­li­che Pa­viane töten un­ter be­stimm­ten Be­din­gun­gen den ge­bo­re­nen und so­gar den un­ge­bo­re­nen Nach­wuchs von frem­den Weib­chen, um sich selbst schnel­ler fort­pflan­zen zu kön­nen. Das ha­ben For­scher nun ge­nauer un­ter­sucht. Sie wer­te­ten die Da­ten von Pa­vi­an­grup­pen aus, die seit 1971 in ei­nem Re­ser­vat in Ke­nia le­ben, und ver­öf­fent­lich­ten die Er­geb­nisse in der Fach­zeit­schrift «Pro­cee­dings of the Royal So­ciety B». Wenn mäch­tige Männ­chen neu zu der Gruppe ka­men, stieg in ei­ni­gen Fäl­len kurz dar­auf die Zahl der getöte­ten Jung­tiere und Föten. Von ei­ni­gen Tier­ar­ten, wie Pri­ma­ten, Löwen oder Wa­len ist be­kannt, dass Männ­chen un­ter be­stimm­ten Be­din­gun­gen nicht­ver­wandte Säug­linge töten. Denn so­lange die Mut­ter das Kind nährt, ist ihre Frucht­bar­keit ein­ge­schränkt. Be­son­ders Tie­re, die neu in eine Gruppe zu­wan­dern, erz­höhen auf diese Weise ihre Fort­pflan­zungs­chan­cen. We­nig er­forscht war bis­lang in wel­chem Aus­maß und un­ter wel­chen Be­din­gun­gen ei­nige Pri­ma­ten auch werde


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  • Der Sinusrhytmus eines Herzens ist bei einem Notfalleinsatz auf einem EKG zu sehen. Foto: Stephan Jansen
    Wis­sen­schaft

    Blut­fette wohl doch nicht Ur­sa­che für Ar­te­ri­en­ver­kal­kung

    17.01.2017, 16:14 Uhr - Han­no­ver (d­pa) - Nicht Fette aus dem Blut, son­dern Ver­sor­gungs­störun­gen an der Ge­fäßaußen­wand führen ei­ner neuen Theo­rie zu­folge zu Ar­te­ri­en­ver­kal­kung. Der Herz­chir­urg Axel Ha­ve­rich hat für diese These jah­re­lang Be­lege ge­sam­melt. Seine Ü­ber­le­gun­gen zur Ent­ste­hung von Ar­te­rio­skle­rose ver­öf­fent­lichte der Pro­fes­sor an der Me­di­zi­ni­schen Hoch­schule Han­no­ver (M­H­H) am Diens­tag in der Fach­zeit­schrift «­Cir­cu­la­tion». Bis­her war man da­von aus­ge­gan­gen, dass die Ar­te­rien «­ver­kal­ken», weil sich Blut­fette an der In­nen­wand der Ge­fäße an­la­gern. Ha­ve­rich ist da­ge­gen ü­ber­zeugt, dass die­ses Cho­les­te­rin gar nicht aus dem Blut, son­dern von ab­ge­stor­be­nen Zel­len stammt. «Dafür spre­chen chir­ur­gi­sche Be­ob­ach­tun­gen, kli­ni­sche Da­ten so­wie frühere Pu­bli­ka­tio­nen», sagte der Me­di­zi­ner. Herz­in­farkt und Schlag­an­fall sind die häu­figs­ten Fol­gen von Ar­te­rio­skle­ro­se. Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion WHO führt jähr­lich 17,5 Mil­lio­nen To­des­fälle auf Er­kran­kun­gen des Herz-Kreis­lauf-Sys­tems zurück. Auch


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  • Auf der Aufnahme der Venus erscheinen heißere Regionen heller und kältere Regionen dunkler. Foto: Planet-C
    Wis­sen­schaft

    For­scher sich­ten sta­tionäre Rie­sen­struk­tur auf der Ve­nus

    16.01.2017, 17:24 Uhr - To­kio/Lon­don (d­pa) - Durch die dichte Wol­ken­hülle un­se­res Nach­bar­pla­ne­ten Ve­nus zieht sich eine gi­gan­ti­sche, bo­gen­för­mige Struk­tur. Das Phäno­men er­streckt sich rund 10 000 Ki­lo­me­ter durch die obe­ren At­mo­s­phären­schich­ten des Pla­ne­ten. Das be­rich­ten ja­pa­ni­sche For­scher um Ma­koto Ta­gu­chi von der Rik­kyo-Uni­ver­sität in To­kio im Fach­blatt «Na­ture Geos­cience». Die Wis­sen­schaft­ler hat­ten die Struk­tur auf Bil­dern der ja­pa­ni­schen Ve­nus-Sonde «A­kat­su­ki» (Mor­gen­däm­me­rung) ent­deckt, die 2015 in eine Um­lauf­bahn um un­se­ren in­ne­ren Nach­bar­pla­ne­ten ein­ge­schwenkt war. Die bo­gen­för­mige Struk­tur ist auf den Bil­dern als hel­le­re, heißere Zone in der At­mo­s­phäre zu se­hen. Sie steht sta­tionär ü­ber der Ve­nu­so­ber­fläche und be­wegt sich nicht mit den Wol­ken. Das ist ü­ber­ra­schend, da die Winde in die­ser Höhe mit rund 350 Ki­lo­me­tern pro Stunde um den Pla­ne­ten fe­gen. Die Struk­tur steht ü­ber ei­ner Ber­gre­gion der Ve­nus. Die For­scher neh­men an, dass diese Berge eine so­ge­nannte Schwe­re­welle im bod


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  • Die Rakete transportiert zehn Satelliten. Foto: Matt Hartman
    Wis­sen­schaft

    SpaceX schickt wie­der Ra­kete ins All

    14.01.2017, 21:40 Uhr - Wa­shing­ton (d­pa) - Rund vier Mo­nate nach der Ex­plo­sion ei­ner Ra­kete bei ei­nem Test hat die pri­vate Raum­fahrt­firma SpaceX erst­mals wie­der eine «Fal­con9» ins Weltall ge­schickt. Die un­be­mannte Ra­kete hob am Sams­tag von ei­nem Welt­raum­bahn­hof in Ka­li­for­nien ab, wie SpaceX mit­teil­te. Sie sollte zehn Sa­tel­li­ten ins All trans­por­tie­ren. Der Start hatte ei­gent­lich schon am ver­gan­ge­nen Wo­chen­ende statt­fin­den sol­len, war aber we­gen schlech­ten Wet­ters ver­scho­ben wor­den. An­fang Sep­tem­ber war eine «Fal­con 9»-Ra­kete bei ei­nem Test auf dem US-Welt­raum­bahn­hof Cape Ca­na­ve­ral in Flo­rida ex­plo­diert, da­bei wurde auch ein Fa­ce­book-Sa­tel­lit zer­stört. Ver­letzt wurde nie­mand. Das Un­glück habe an ei­nem feh­ler­haf­ten He­lium-Behäl­ter ge­le­gen, teilte SpaceX später mit. Die Firma von Tech­no­lo­gie-Mo­gul Elon Musk ar­bei­tet auch für die US-Raum­fahrt­behörde Nasa und bringt Nach­schub und Pla­nun­gen zu­folge dem­nächst auch Astro­nau­ten zur In­ter­na­tio­na­len Raum­sta­tion ISS. SpaceX bei Twit­ter


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  • Als Volkskrankheit wird Depression bis heute unterschätzt. Foto: Victoria Bonn-Meuser
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    De­pres­sion macht auch das Herz krank

    14.01.2017, 09:20 Uhr - Mün­chen (d­pa) - Wie ein schwar­zer, bleischwe­rer Vor­hang, der sich auf das Le­ben legt: So be­schrei­ben Be­trof­fene ih­ren Zu­stand. Sie fühlen sich mü­de, freud­los und den­ken so­gar dar­an, ihr Le­ben zu be­en­den. De­pres­sion wird als Volks­krank­heit teils bis heute un­ter­schätzt. Da­bei hat sie un­be­han­delt mit­un­ter schwere kör­per­li­che Fol­gen. Auf die Dauer kann sie auch aufs Herz schla­gen - und zwar stär­ker als bis­her an­ge­nom­men. Münch­ner For­scher ha­ben her­aus­ge­fun­den, dass De­pres­sio­nen bei Män­nern ein ähn­lich großes Ri­siko für Herz­kreis­lau­fer­kran­kun­gen ber­gen wie die klas­si­schen kör­per­li­chen Fak­to­ren Ü­ber­ge­wicht und er­höh­tes Cho­les­te­rin. Nur Blut­hoch­druck und Rau­chen bräch­ten ein noch höhe­res Ri­siko mit sich, be­rich­tet Stu­dien­lei­ter Karl-Heinz Lad­wig. Die Da­ten sprächen dafür, dass 15 Pro­zent der To­des­fälle in Folge von Herz­kreis­lau­fer­kran­kun­gen ver­meid­bar ge­we­sen wären, wenn nicht eine De­pres­sion mit da­bei ge­we­sen wäre. «Das ist ver­gleich­bar mit den an­de­ren Ri­si­ko­fak­to­ren


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  • Die Seedrachen tummelten sich in mehr als 50 Metern Tiefe in den Seetangwiesen des Recherche Archipels. Foto: Scripps Oceanography/UC San Diego
    Wis­sen­schaft

    Erst­mals le­bende Rote See­dra­chen be­ob­ach­tet

    13.01.2017, 11:11 Uhr - La Jol­la/Woody Is­land (d­pa) - Vor der Küste Westaus­tra­li­ens ha­ben US-For­scher erst­mals le­bende Ex­em­plare des Ro­ten See­dra­chens ent­deckt. Die ru­bin-ro­ten, an große See­pferd­chen er­in­nern­den Mee­res­fi­sche (Phyl­lo­pte­ryx de­wy­sea) wa­ren erst 2015 be­schrie­ben wor­den, al­ler­dings nur mit Hilfe to­ter Ex­em­pla­re. Die nun im Jour­nal «­Ma­rine Biodi­ver­sity Re­cords» vor­ge­stell­ten See­dra­chen tum­mel­ten sich in mehr als 50 Me­tern Tiefe in den See­tang­wie­sen des Re­cher­che Ar­chi­pels. Be­wegt vom hef­ti­gen Wel­len­gang wur­den die 25 Zen­ti­me­ter lan­gen Tiere so­gar beim Fres­sen be­ob­ach­tet. Al­ler­dings ver­fü­gen sie ü­ber einen Greif­schwanz, mit dem sie sich ver­mut­lich am See­tang fest­hal­ten, um nicht von star­ker Strö­mung fort­ge­trie­ben zu wer­den. Zwei nahe Ver­wandte sind in der Re­gion be­reits be­kannt: ­Der Kleine und der Große Fet­zen­fisch. Ihre an See­tang er­in­nern­den, blät­te­ri­gen Fortsätze er­mög­li­chen eine per­fekte Tar­nung. «Es war ein ver­blüf­fen­der Mo­ment, als wir ent­deck­ten, dass der Rote See­drach


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  • Forscher können Mäuse auf Knopfdruck zu wilden Killermaschinen machen - möglich macht es die Aktivierung von Neuronen des Gehirns über Lichtsignale. Foto: Ivan de Araujo
    Wis­sen­schaft

    Licht­si­gnal ak­ti­viert Jagd­ver­hal­ten

    12.01.2017, 20:34 Uhr - New Ha­ven (d­pa) - For­scher kön­nen Mäuse auf Knopf­druck zu wil­den Kil­ler­ma­schi­nen ma­chen. Mög­lich werde das ü­ber die Ak­ti­vie­rung von Neu­ro­nen im Man­del­kern des Ge­hirns ü­ber Licht­si­gna­le, be­rich­ten For­scher aus Bra­si­lien und den USA im Fachjour­nal «­Cell». Dort lie­gen die Wur­zeln des Jagd­ver­hal­tens von Tie­ren, dort wird die Ver­fol­gung und Tötung von Beu­te­tie­ren in­iti­iert. «Wir schal­te­ten den La­ser an und sie spran­gen auf ein Ob­jekt, hiel­ten es mit ih­ren Pfo­ten fest und bis­sen in­ten­siv hin­ein, als wenn sie es fan­gen und töten woll­ten», er­läu­tert Stu­dien­lei­ter Ivan de Araujo von der Yale Uni­ver­sity School of Me­di­ci­ne. Die Mäuse jag­ten auf das Licht­si­gnal hin nicht nur le­ben­dige In­sek­ten, son­dern auch Holz­stöck­chen oder Fla­schen­de­ckel, be­rich­ten die Wis­sen­schaft­ler wei­ter. Aus­gangs­punkt für die Un­ter­su­chung war die Fra­ge, wel­che Me­cha­nis­men und Ner­ven­ver­bin­dun­gen Wir­bel­tie­ren die Jagd er­mög­li­chen. Die Ent­wick­lung von be­weg­li­chen Kie­fern ver­setzte die frühen Wir­bel­tier


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  • Da ist noch ein Skywalker... Foto: Fan Pengfei
    Wis­sen­schaft

    «­Star War­s»-Affe schwingt sich durch chi­ne­si­sche Wäl­der

    12.01.2017, 08:01 Uhr - Pe­king (d­pa) - Durch die tro­pi­schen Wäl­der im Süd­wes­ten Chinas schwingt sich seit neues­tem Sky­wal­ker. Ge­nauer ge­sagt Sky­wal­ker Hoo­lock Gib­b­ons (Hoo­lock tian­xing), eine neue Art von Weiß­brau­en­gib­b­ons (engl:: Hoo­locks). Die Af­fen wa­ren schon län­ger be­kannt. Tier­for­scher ha­ben sie nun als ei­gene Spe­zies iden­ti­fi­ziert, wie sie im «A­me­ri­can Jour­nal of Pri­ma­to­lo­gy» schrei­ben. Die Af­fen-Art, die auch in Tei­len Myan­mars vor­kommt, hat sei­nen neuen Na­men aus zwei Grün­den. Zum einen be­deu­ten die chi­ne­si­schen Schrift­zei­chen sei­nes wis­sen­schaft­li­chen Na­mens «Him­mels­be­we­gung». Zum an­de­ren sind die Wis­sen­schaft­ler Fans der ­Film­reihe Star Wars, zu de­ren Hel­den Luke Sky­wal­ker gehört. Herkömm­li­che Hoo­lock Gib­b­ons sind in Ban­gla­de­sch, In­dien, China und Myan­mar be­hei­ma­tet. Sie ver­brin­gen die meiste Zeit in den Baum­kro­nen, oder schwin­gen durch die Wäl­der. Die neue Art, die die Wis­sen­schaft­ler in­ ­der chi­ne­si­schen Pro­vinz Yun­nan un­ter­such­te, un­ter­schei­det ­sich von nor­ma­len Hoo­locks le


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  • Ein Mantelpavian sitzt im Tierpark Hellabrunn in München und gähnt. Bei der akustischen Analyse von Pavianlauten konnten Forscher Laute identifizieren, die mit fünf menschlichen Vokalen verwandt sind. Foto: Andreas Gebert/Archiv/Symbolbild
    Wis­sen­schaft

    Der mensch­li­chen Sprach­ent­wick­lung auf der Spur

    11.01.2017, 20:05 Uhr - Aix-en-Pro­vence (d­pa) - Die Ent­wick­lung der Spra­che hat beim Men­schen mög­li­cher­weise deut­lich früher be­gon­nen als bis­lang ge­dacht. Bei der akus­ti­schen Ana­lyse von Pa­vi­an­geräu­schen konn­ten Joël Fa­got und seine Kol­le­gen Laute iden­ti­fi­zie­ren, die mit fünf mensch­li­chen Vo­ka­len ver­wandt sind. Die For­scher der Uni­ver­sität Aix-Mar­seille in Aix-en-Pro­vence (Frank­reich) ver­mu­ten des­halb im Fach­ma­ga­zin «P­LOS ONE», dass schon die letz­ten ge­mein­sa­men Vor­fah­ren von Men­schen und Pa­via­nen vor etwa 25 Mil­lio­nen Jah­ren sprachähn­li­che Laute von sich ge­ben konn­ten. «­Ge­spro­chene Spra­che hin­ter­lässt keine Fos­si­li­en», schrei­ben die Bio­lo­gen. Dies sei der Grund dafür, dass die Ent­wick­lung der Spra­che so schwer zu er­for­schen sei. Ei­ner ver­brei­te­ten Theo­rie zu­folge sei die Ent­wick­lung der Spra­che an die Lage des Kehl­kopfs im Hals ge­kop­pelt: Beim Men­schen sitzt der Kehl­kopf im Ver­gleich zu nicht mensch­li­chen Pri­ma­ten sehr tief. Ei­nige neuere Stu­dien ha­ben al­ler­dings Zwei­fel an der Theori


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  • Ein Feuersalamander im Moos. Bei den Tieren friert während der Winterstarre auch das Kurzzeitgedächtnis ein. Foto: Martin Schutt
    Wis­sen­schaft

    Feu­er­sa­la­man­der: Win­ter­starre kon­ser­viert Kurz­zeit­ge­dächt­nis

    11.01.2017, 11:54 Uhr - Wien (d­pa) - Bei Feu­er­sa­la­man­dern friert während der mo­na­te­lan­gen Win­ter­starre auch das Kurz­zeit­ge­dächt­nis ein. Die Tiere fin­den auch nach ei­ner län­ge­ren Ak­ti­vitäts­pause ihre Fut­ter­plätze wie­der, wie For­scher der Ve­te­rinär­me­di­zi­ni­schen Uni­ver­sität Wien, der Uni­ver­sität Wien und der bri­ti­schen Uni­ver­sität Lin­coln im Fach­ma­ga­zin «S­cien­ti­fic Re­ports» schrei­ben. Auch das Beu­te­ge­biet der Feinde sei den Am­phi­bien nach dem Auf­wa­chen wie­der prä­sent. Die ge­spei­cher­ten In­for­ma­tio­nen sind für die Feu­er­sa­la­man­der le­bens­wich­tig. Das Kurz­zeit­ge­dächt­nis von warm­blüti­gen Säu­ge­tie­ren ver­blasse hin­ge­gen ü­ber die Win­ter­ru­he. Die For­scher ge­hen da­von aus, dass die Un­ter­schiede zwi­schen Säu­ge­tie­ren und Am­phi­bien ent­we­der durch ver­schie­dene Lern- und Merk­mus­ter zu er­klären sind oder auf die Art der Win­ter­ruhe zurück­zu­führen sind. Säu­ge­tiere wa­chen im­mer wie­der auf und ha­ben kurze Wach­pha­sen. Am­phi­bien hin­ge­gen blei­ben so lange starr, bis wär­mere Tem­pe­ra­tu­ren sie wie­der ak­tiv wer­den l


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  • Ein Makaken-Männchen sitzt auf dem Rücken einer Sikahirsch-Kuh. Foto: Alexandre Bonnefoy
    Wis­sen­schaft

    Un­ge­wöhn­li­ches Paar: Affe liebt Hirsch

    11.01.2017, 09:17 Uhr - Straß­burg (d­pa) - Zeuge ei­ner un­ge­wöhn­li­chen Be­zie­hung zwi­schen Affe und Hirsch sind For­scher in Ja­pan ge­wor­den. Das Ma­ka­ken-Männ­chen habe sich bis - wohl zur Eja­ku­la­tion - am Rü­cken ei­ner Si­ka­hirsch-Kuh ge­rub­belt. Das be­rich­ten die Wis­sen­schaft­ler in der Fach­zeit­schrift «Pri­ma­tes». Dem­nach machte der Affe in zehn Se­kun­den etwa 15 Paa­rungs­be­we­gun­gen. Nach dem Akt sei zu be­ob­ach­ten ge­we­sen, dass er an­dere Af­fen-Männ­chen von der Hirsch­kuh weg­jag­te. Zu­dem habe er später ver­sucht, auch ein wei­te­res Sika-Weib­chen zu be­stei­gen, das ihn al­ler­dings ab­wehr­te. Paa­rungs­ver­hal­ten zwi­schen so weit ent­fern­ten Ar­ten ist den For­schern zu­folge bis­lang nur sel­ten wis­sen­schaft­lich do­ku­men­tiert wor­den - wenn, dann meist bei in­ ­Ge­fan­gen­schaft auf­ge­wach­se­nen Tie­ren. In freier Wild­bahn sind se­xu­elle Ü­ber­griffe ant­ark­ti­scher See­bären auf Kö­nig­spin­guine be­schrie­ben. Die S­ze­nen mit dem Ja­pan­ma­ka­ken (Ma­caca fus­ca­ta) und den Si­ka­hir­schen (Cer­vus nip­pon) wur­den vom franzö­si­schen For­scher Al


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  • Hundeerziehungsberaterin Jenny Hafner «unterrichtet» im brandenburgischen Rietzneuendorf-Staakow die Windhunddame Fine. Foto: Patrick Pleul
    Wis­sen­schaft

    «Ei du Süßer!»: Mit Hun­den spre­chen Men­schen wie mit Ba­bys

    11.01.2017, 01:30 Uhr - New York (d­pa) - Men­schen spre­chen mit ei­nem Hund häu­fig wie mit ei­nem Ba­by. Sie wech­seln in eine höhere Ton­lage und re­den be­son­ders deut­lich, be­rich­tet ein For­scher­team in den «Pro­cee­dings B» der bri­ti­schen Royal So­cie­ty. Das pas­siere bei Hun­den al­ler Al­ter­sklas­sen - aber nur Wel­pen rea­gier­ten be­son­ders auf­merk­sam dar­auf. Die For­scher glau­ben, dass die Be­nut­zung der Ba­by­spra­che we­ni­ger eine Re­ak­tion auf ein nied­li­ches Wel­pen- oder Ba­by­ge­sicht ist. Statt­des­sen werde sie vor al­lem zur Ver­stän­di­gung mit ei­nem Ge­genü­ber ge­nutzt, das nicht spre­chen kann oder die Spra­che nur schlecht ver­steht. Das Team um To­bey Ben-Ade­ret von der City Uni­ver­sity in New York hatte 30 Frauen Bil­der von Wel­pen, aus­ge­wach­se­nen und al­ten Hun­den ge­zeigt und sie ge­be­ten, sich mit ei­nem ty­pi­schen Satz an die vir­tu­el­len Ge­fähr­ten zu wen­den. Etwa mit: «Hal­lo, Süßer, komm her, gu­ter Jun­ge, so ist's fein.» Die For­scher zeich­ne­ten das Ge­sagte auf, um die Sprach­merk­male später ana­ly­sie­ren zu könne


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  • Ein Elefant greift nach Futter. Elefanten können mit ihrem Rüssel sowohl winzige Objekte wie Erdnüsse als auch ganze Baumstämme geschickt greifen. Foto: Lukas Schulze
    Wis­sen­schaft

    Der Trick mit dem Knick: Wie Ele­fan­ten­rüs­sel grei­fen

    10.01.2017, 15:43 Uhr - New Or­leans (d­pa) - Ele­fan­ten kön­nen mit ih­rem Rüs­sel so­wohl win­zige Ob­jekte wie Erd­nüsse als auch ganze Baumstämme ge­schickt grei­fen. Aber wie do­sie­ren sie den ­Druck, der von ih­rem Rüs­sel aus­geht? US-For­scher ha­ben bei der im Zoo von ­At­lanta le­ben­den Ele­fan­ten­dame Kelly ge­nau hin­ge­schaut. Und da­bei fest­ge­stellt: Der Trick liegt in ei­ner Art Knick. Die Tiere kön­nen ih­ren 2 Me­ter lan­gen, kno­chen­lo­sen Rüs­sel ab­bie­gen. Ist der nach un­ten schwin­gende Teil des Rüs­sels kurz und des­sen Ge­wicht ent­spre­chend klein, ist auch der Zu­griff des Ele­fan­ten fi­li­gra­ner. «E­le­fan­ten sind ü­ber­ra­schend zar­t», sagt Jia­ning Wu vom Ge­or­gia In­sti­tute of Tech­no­logy in At­lan­ta. Er stellte seine Er­geb­nisse auf ei­ner Kon­fe­renz für In­te­gra­tive und Sys­tem-Bio­lo­gie in New Or­leans vor. Wu und seine Kol­le­gen bo­ten Kelly auf ei­nem spe­zi­el­len Tisch, mit dem der Druck des Rüs­sel ge­mes­sen wer­den kann, ver­schie­dene kleine Nah­rungs­mit­tel an. Die Ele­fan­ten­dame berührte die an­ge­bo­te­nen Ob­jekte - ­ge­mah­len


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  • Ein Mädchen wird von einer Zahnärztin behandelt. Foto: Patrick Pleul
    Wis­sen­schaft

    Trick­rei­che Fül­lung: Ka­ries-Löcher schließen sich wie­der

    10.01.2017, 13:37 Uhr - Lon­don (d­pa) - Ka­ries-Löcher kön­nen sich mit Hilfe spe­zi­el­ler Sub­stan­zen wie­der schließen. Das ha­ben bri­ti­sche For­scher an Mäu­sen ge­zeigt. Sie ent­wi­ckel­ten dafür eine selbst­auf­lö­sende Fül­lung, die die Zähne ü­ber die Sti­mu­lie­rung von Stamm­zel­len dazu an­regt, sich selbst zu hei­len. Ähn­li­che An­sätze wur­den zu­vor be­reits von an­de­ren Ar­beits­grup­pen un­ter an­de­rem aus den USA und Ja­pan vor­ge­stellt. Das Fern­ziel geht da­bei weit ü­ber das Stop­fen von Löchern hin­aus: Künf­tig soll es mög­lich wer­den, kom­plette Zähne nach­wach­sen zu las­sen. Bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad re­pa­rie­ren Zähne von Bak­te­rien ver­ur­sachte Schä­den mit Hilfe der Stamm­zel­len im Zahn­mark in ei­nem fort­währen­den Pro­zess selbst. Erst wenn das nach­ge­lie­ferte Ma­te­rial nicht aus­reicht, durch­drin­gen die Mi­kro­ben den har­ten Zahn­schmelz und es bil­det sich ein Loch. Die For­scher um Paul Sharpe vom Kings Col­lege in Lon­don mach­ten sich diese natür­li­chen Selbst­hei­lungs­kräfte zu­nut­ze. Sie ver­wen­de­ten kli­nisch er­probte Kolla


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  • Die Entstehungsgeschichte des Mondes ist bis heute ungeklärt. Foto: Patrick Pleul
    Wis­sen­schaft

    Se­rie großer Ein­schläge könnte den Mond ge­formt ha­ben

    09.01.2017, 20:50 Uhr - Re­ho­vot/Lon­don (d­pa) - Der Mond ist mög­li­cher­weise das Pro­dukt zahl­rei­cher großer As­te­roi­den­ein­schläge auf der jun­gen Er­de. Die­ses Sze­na­rio un­ter­mau­ern zu­min­dest Mo­dell­rech­nun­gen is­rae­li­scher For­scher um Ra­luca Rufu vom Weiz­mann-In­sti­tut in Re­ho­vot. Schon etwa 20 große Tref­fer könn­ten dem­nach ge­nug Ma­te­rial aus der Erde her­aus­ge­schleu­dert ha­ben, um ü­ber ei­nige Mil­lio­nen Jahre Stück für Stück den Mond zu bil­den, wie die Wis­sen­schaft­ler im bri­ti­schen Fach­blatt «Na­ture Geos­cience» be­rich­ten. Die Ent­ste­hungs­ge­schichte des Erd­monds ist bis heute un­ge­klärt. Als wahr­schein­lichs­tes Sze­na­rio gilt der­zeit der gi­gan­ti­sche Ein­schlag ei­nes ein­zi­gen Him­mels­kör­pers von der Größe des heu­ti­gen Pla­ne­ten Mars auf der jun­gen Er­de. Die­ses ka­ta­stro­phale Er­eig­nis könnte das Bau­ma­te­rial für den Mond mit ei­nem Schlag in die Erd­um­lauf­bahn ka­ta­pul­tiert ha­ben. Das Pro­blem an die­sem Mo­dell: Der Mond sollte dann haupt­säch­lich aus dem Ma­te­rial die­ses Ein­schlag­kör­pers be­ste­hen, wie Mo­dell­rechn


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  • Nach Einschätzung des bayerischen Gesundheitsministeriums geben inzwischen immer mehr Eltern ihren Kindern Schlafmittel. Foto: Caroline Seidel/Archiv
    Wis­sen­schaft

    Ge­fähr­li­cher Trend: «Zau­ber­trop­fen» für Klein­kin­der

    08.01.2017, 09:57 Uhr - Mün­chen (d­pa) - «Ich würde gerne mal wie­der acht Stun­den schla­fen, aber ei­gent­lich will ich mei­nem Klei­nen keine Schlaf­mit­tel ge­ben. Nur mein Kör­per bricht un­ter der Mü­dig­keit zu­sam­men.» Oder: «Das ist meine letzte Op­tion, end­lich mal wie­der eine Nacht schla­fen zu kön­nen.». Oder: «­Ge­schmeckt hat's ihr nicht, aber wir nen­nen sie Zau­ber­trop­fen und so hat sie das Zeug doch ge­schluckt. Wer will schon nicht zau­bern?» El­tern­fo­ren im In­ter­net sind voll von Ein­trä­gen die­ser Art, und die lö­sen im­mer wie­der hef­tige Dis­kus­sio­nen un­ter den Teil­neh­mern aus. Die um­strit­tene Fra­ge: Dür­fen El­tern ih­ren Klein­kin­dern Schlaf­mit­tel ge­ben, wenn die ein­fach nicht durch­schla­fen wol­len? Me­di­zi­ner und Behör­den se­hen eine be­droh­li­che Ent­wick­lung. Nach Ein­schät­zung des baye­ri­schen Ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­ums ge­ben in­zwi­schen im­mer mehr El­tern ih­ren Kin­dern Schlaf­mit­tel. «­Die­sen ge­fähr­li­chen Trend, den Kin­derärzte und Wis­sen­schaft­ler der­zeit be­ob­ach­ten, müs­sen wir stop­pen», er­klärt Mi­nis­te­rin


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  • Forscher kommen zu dem Schluss, dass die frühe Gabe von erdnusshaltiger Nahrung bei Babys das Risiko einer späteren Erdnussallergie senken kann. Foto: Fredrik von Erichsen
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    Erd­nuss­hal­tige Nah­rung kann Ba­bys vor All­er­gien schüt­zen

    06.01.2017, 17:56 Uhr - Bonn/­New York (d­pa) - Die frühe Gabe von erd­nuss­hal­ti­ger Nah­rung bei Ba­bys kann das Ri­siko ei­ner späte­ren Erd­nus­sall­er­gie sen­ken. Zu die­sem Schluss kommt eine neue US-Richt­li­nie des «Na­tio­nal In­sti­tute of All­ergy and In­fec­tious Di­sea­ses». Kin­dern, die starke Ri­s­ko­fak­to­ren für sol­che All­er­gien wie etwa schwere Der­ma­ti­tis auf­wei­sen, sollte - mit ärzt­li­chem Rat - be­reits ab dem 4. Mo­nat erd­nuss­hal­tige Nah­rung ge­füt­tert wer­den. Auch bei Klein­kin­dern ohne Ri­si­ko­fak­to­ren gel­ten diese Pro­dukte dem­nach als si­cher und kön­nen das Ri­siko ei­ner Erd­nus­sall­er­gie et­was sen­ken. Die US-Ex­per­ten schla­gen un­ter an­de­rem vor, Erd­nuss­but­ter mit Frucht­püree zu mi­schen. Ganze Erd­nüsse soll­ten El­tern we­gen der Ver­schlu­ckungs­ge­fahr al­ler­dings nie­mals füt­tern. Erd­nuss-All­er­gien hät­ten in der Ver­gan­gen­heit bei Kin­dern in den USA deut­lich zu­ge­nom­men, schreibt die «­New York Ti­mes» un­ter Be­ru­fung auf die neue Richt­li­nie. Frühere Emp­feh­lun­gen hät­ten dazu ge­ra­ten, Kin­dern mit be­son­de­rem All­ergi


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  • Die Forscher hatten die Hirne von 22 Kindern und 25 jungen Erwachsenen durchleuchtet. Foto: Jesse Gomez and Kalanit Grill/Vision and Perception Neuroscience Lab
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    Man­che Ge­hir­na­reale wach­sen bis ins Er­wach­se­nen­al­ter

    05.01.2017, 20:22 Uhr - Jü­lich (d­pa) - An­ders als bis­lang an­ge­nom­men wächst das Ge­webe in man­chen Ge­hir­na­rea­len bis ins Er­wach­se­nen­al­ter. Da­durch kön­nen sich be­stimmte Fähig­kei­ten wie das Er­ken­nen von ­Ge­sich­tern ver­bes­sern, schreibt eine in­ter­na­tio­nale For­scher­gruppe im Fach­blatt «S­cience». Sie hatte die Hirne von 22 Kin­dern und 25 jun­gen Er­wach­se­nen durch­leuch­tet. Bis­lang sei man da­von aus­ge­gan­gen, dass in der Hir­n­ent­wick­lung ins­be­son­dere das so­ge­nannte Aus­dün­nen von ­Neu­ro­nen und Syn­ap­sen (engl.: syn­ap­tic pru­ning) im frühen Kin­desal­ter eine Rolle spielt. Nun konn­ten die For­scher zei­gen, dass zwi­schen dem Kin­des- und Er­wach­se­nen­al­ter die Hirn­struk­tur nicht weit­ge­hend gleich bleibt, son­dern durch­aus auch Ge­webe neu ge­bil­det wird. «Das Ge­hirn än­dert seine Struk­tur bis weit in die Pu­ber­tät hin­ein. Es be­steht ein en­ger Zu­sam­men­hang zwi­schen un­se­ren Fähig­kei­ten, Ge­sich­ter zu er­ken­nen und der Ge­we­be­struk­tur», sagte die Jü­li­cher Neuro-Wis­sen­schaft­le­rin Ka­trin Amunts, die Teil des For­schungste


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  • Die grafische Darstellung zeigt die global verteilten Radioteleskope, die die genaue Position des Radioblitzes lokalisieren. Foto: Danielle Futselaar
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    Zwerg­ga­la­xie ist Ur­sprung mys­te­riö­ser Ra­dio­blitze

    04.01.2017, 19:34 Uhr - Gra­pe­vi­ne/­Bonn (d­pa) - Astro­no­men ha­ben eine ferne Zwerg­ga­la­xie als Ur­sprung mys­te­riö­ser Ra­dio­blitze aus­ge­macht. Die Ent­de­ckung ü­ber­rascht die For­scher um Shami Chat­ter­jee von der US-ame­ri­ka­ni­schen Cor­nell-Uni­ver­sität, die von ei­ner so klei­nen Ga­la­xie nicht der­art starke Strah­lungs­aus­brüche er­war­tet ha­ben. Das Team, zu dem auch Laura Spit­ler vom Bon­ner Max-Planck-In­sti­tut für Ra­dio­astro­no­mie zählt, stellt seine Be­ob­ach­tun­gen im bri­ti­schen Fach­blatt «Na­tu­re» so­wie bei der Jah­res­ta­gung der Ame­ri­ka­ni­schen Astro­no­mi­schen Ge­sell­schaft AAS in Gra­pe­vine (US-Bun­des­staat Te­xas) vor. Erst seit rund zehn Jah­ren ken­nen Astro­no­men das Phäno­men der kur­zen Ra­dio­blitze (Fast Ra­dio Bursts, FRB), die viel kür­zer sind als ein Wim­pern­schlag und schein­bar un­re­gel­mäßig am Him­mel auf­fla­ckern. Zur Na­tur ih­rer Quel­len gibt es zahl­rei­che Ide­en: Die Blitze könn­ten etwa von der Ver­schmel­zung zweier Neu­tro­nens­terne stam­men oder von mas­se­rei­chen Schwar­zen Löchern er­zeugt wer­den. We­gen ih­rer


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  • Insekten wie etwa die Glockenblumen-Scherenbiene haben ein doppeltes Risiko, durch den Klimawandel auszusterben. Foto: Andreas Haselböck/Senckenberg
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    Do­mino-Ef­fekt: Nach den Pflan­zen ster­ben die Tiere aus

    04.01.2017, 15:59 Uhr - Frank­fur­t/­Main (d­pa) - Erst stirbt die Pflan­ze, dann die Bie­ne: Kli­ma­wan­del kann ü­ber die Nah­rungs­kette einen re­gel­rech­ten Do­mino-Ef­fekt aus­lö­sen. Wel­che Ar­ten da­von be­son­ders be­droht sind, hat nun ein in­ter­na­tio­na­les Wis­sen­schaft­ler­team un­ter Lei­tung von Matt­hias Schleu­ning vom Sen­cken­berg-For­schungs­zen­trum für Biodi­ver­sität und Klima in Frank­furt un­ter­sucht. Der Stu­die zu­folge ver­kraf­ten Pflan­zen das Ver­schwin­den tie­ri­scher Part­ner aus ei­nem ge­mein­sa­men Le­bens­raum bes­ser, während In­sek­ten, die auf be­stimmte Pflan­zen­ar­ten spe­zia­li­siert sind, be­son­ders be­droht sind. «­Der Kli­ma­wan­del könnte sich ne­ga­ti­ver auf die bio­lo­gi­sche Viel­falt von Tie­ren aus­wir­ken als bis­her an­ge­nom­men», warnte Schleu­ning da­her. Für die im Fachjour­nal «Na­ture Com­mu­ni­ca­ti­ons» prä­sen­tierte Stu­die un­ter­such­ten die For­scher, wie sen­si­bel mehr als 700 eu­ropäi­sche Tier- und Pflan­zen­ar­ten auf Kli­ma­ver­än­de­run­gen rea­gie­ren könn­ten. Da­bei wur­den knapp 300 Pflan­zen­ar­ten und die sie bestäu­ben­den In­sek


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