Die AWO-Sozialberatung informiert über das Thema Ferienjobs. Foto: Pixabay

Die AWO-Sozialberatung informiert über das Thema Ferienjobs. Foto: Pixabay

Landkreis 20.07.2020 Von Die Harke

Wissenswertes zu Ferienjobs

Die Nienburger AWO-Sozialberatung informiert

Mancher Jugendliche möchte in den Sommerferien einen Ferienjob annehmen. Schülerinnen und Schüler über 15 Jahre können dieses kurzfristige Arbeitsverhältnis in den Schulferien maximal 40 Stunden in der Woche und acht Stunden täglich ausüben. Darauf weist die Sozialberatung der Nienburger AWO in einer Pressemitteilung hin.

Bei Jugendlichen unter 13 Jahren ist mit Zustimmung der Eltern lediglich eine für Kinder geeignete leichte Beschäftigung bis zu zwei Stunden täglich möglich (in der Landwirtschaft bis zu drei Stunden).

Bei einer Beschäftigung, die auf nicht mehr als drei Monate oder 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres befristet ist, besteht keine Sozialversicherungspflicht. Selbst bei der vorherigen Befristung einer Beschäftigung in den Schulferien wird bei der Lohnsteuerberechnung unterstellt, dass während des ganzen Jahres Arbeitslohn bezogen wird.

Daher muss der Arbeitgeber bei Überschreitung bestimmter Freigrenzen Lohnsteuer einbehalten. In den meisten Fällen kann die einbehaltene Steuer nach Ablauf des Kalenderjahres vom Finanzamt zurückgefordert werden. Selbst bei Überschreiten des Jahresfreibetrages, weil zum Beispiel noch andere steuerpflichtige Einkünfte vorliegen, kann sich eine Einkommenssteuererklärung lohnen.

Bei Bezug von BaföG-Leistungen sollte auf die nach Schulart unterschiedlichen Einkommensfreigrenzen geachtet werden. Seit 2012 hat ein Einkommen des Kindes, egal in welcher Höhe, keine Auswirkungen mehr auf den Kindergeldanspruch. Ab den jetzigen Sommerferien werden für Ferienjobber, deren Eltern vom Jobcenter Grundsicherungsleistungen beziehen, jährlich 2.400 Euro Freibetrag eingeräumt, das heißt dass bis zu diesem Betrag nichts von den gewährten Leistungen abgezogen wird. Diese Änderung gilt rückwirkend bereits ab 1. März.

Die Dauer des Ferienjobs ist auch nicht mehr wie bisher auf vier Wochen innerhalb der Schulferien begrenzt. Durch diese Neuregelung wird das Verwaltungsverfahren erheblich vereinfacht. Künftig muss lediglich geprüft werden, ob die Beschäftigung in den Ferienzeiten ausgeübt und die betragsmäßige Höchstgrenze von 2.400 Euro bereits überschritten wurde.

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Erstellt:
20. Juli 2020, 17:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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