Matthias Brosch DH

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Landkreis 29.04.2019 Von Matthias Brosch

Wo es blüht, wird weniger gemäht

Guten Tag

Mehr Blühstreifen und weniger Rasenflächen auf öffentlichen Flächen – an dieser strukturellen Umwandlung arbeitet der Baubetriebshof der Stadt Nienburg seit einigen Jahren. Darüber hat Gärtnermeister Lutz Scheele den Bauausschuss sehr anschaulich informiert und über die ersten Erfahrungen seit 2013 berichtet: „Es ist noch viel Öffentlichkeitsarbeit nötig, dass die Menschen den Sinn und den Ablauf von Maßnahmen verstehen.“ Nach der Blühphase würden die ausgestreuten Mischungen zum Beispiel unansehnlich aussehen. Da zur Nährstoffabmagerung das Schnittgut aber entfernt werden müsse, sollte erst nach der natürlichen Aussaat gemäht werden. Ungeachtet dessen erreichten den Bauhof häufig Beschwerden von der Bevölkerung wegen des Erscheinungsbildes der Straßenränder und die Forderung, die Fläche abzumähen. Sicherlich auch, weil sich dort der Müll leicht verfängt.

Ein grundsätzliches Problem sei die Bewässerung durch den Bauhof, der dafür nicht über die entsprechende Technik verfüge, erläuterte der Bauhofsmitarbeiter. Von daher seien nicht alle Standorte geeignet.

Allgemein bringen Blühstreifen viele Vorteile mit, allein weil sie als Tummelplätze für Insekten nötig sind. Für die Stadt reduziert sich dadurch das Mähintervall, was wiederum Raum für andere ebenso nötige Aufgaben schafft.

Das größte von mehreren geplanten Insekten- und Artenschutzprojekten in der Stadt ist eine Fläche im Bereich Schäferhof. Dort will der Baubetriebshof gemeinsam mit der Jagdgenossenschaft eine 8000 Quadratmeter große Blühfläche anlegen.

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Erstellt:
29. April 2019, 06:32 Uhr
Lesedauer:
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