Die HARKE-Redaktion wünscht einen guten Tag!

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Landkreis 11.11.2019 Von Heidi Reckleben-Meyer

Wo weniger mehr sein kann

In vielen Kleiderschränken wandern jetzt wieder T-Shirt und Co in obere Regale, um Pullovern, Strickjacken und langärmligen Sweatshirts Platz zu machen. Dabei fällt einem auf, wie viele Kleidungsstücke das tatsächlich sind. Braucht man die alle? Bei dieser Fragestellung muss ich immer wieder an ein „Tiny House“ (Mikro- oder auch Minihaus genannt) denken. Der Name verrät, worum es dabei geht: Es ist die Bestrebung, durch optimale Planung und Raumnutzung lebenswerten Wohnraum auf wenigen Quadratmetern zu schaffen.

Ein Trend ist zu beobachten: Immer mehr Menschen möchten ein Leben mit weniger materiellen Gütern und unnötigem Gerümpel und sich nur noch mit den Dingen umgeben, die wirklich eine Bedeutung für sie haben. Ein bestechender Gedanke! Doch schon im nächsten Denkschritt wird es kompliziert: Was würde ich mitnehmen (können)? Was würde alles zurückbleiben, verkauft oder verschenkt werden?

In Deutschland kennt man solche Minihäuser spätestens seit der Kindersendung „Löwenzahn“, in der Peter Lustig in einem ausgebauten Bauwagen lebte. Diese Minibehausungen erinnern ein gutes Stück an Baumhäuser oder Butzen, die einem als Kind einen so heimeligen Rückzugsort geboten haben. In dieser Zeit hinderte kein Besitz daran, auch die kleinste Hütte riesig zu finden. Allerdings kann ich mich nicht daran erinnern, wie und ob Peter Lustig sein Kleiderschrank-Platz-Problem gelöst hat.

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Erstellt:
11. November 2019, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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