Arbeitsplatz und Wohnort in einem: FÖJler Lukas Hahn vor dem Naturparkhaus in Mardorf. Philipp Westphal/Region Hannover

Arbeitsplatz und Wohnort in einem: FÖJler Lukas Hahn vor dem Naturparkhaus in Mardorf. Philipp Westphal/Region Hannover

Steinhuder Meer 22.01.2018 Von Die Harke

Wohnen und arbeiten im Naturparkhaus

Lukas Hahn (19) absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in Mardorf / Möglichkeiten im Bereich Umweltbildung ausbauen

Orientierung nach der Schulzeit, Einsatz für Natur- und Umweltschutz und grüne Berufe kennenlernen: All das bietet ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Seit dem vergangenen Jahr können junge Frauen und Männer den Freiwilligendienst auch bei der Region Hannover absolvieren. Lukas Hahn unterstützt seit Anfang September als erster Regions-FÖJler das Team vom Naturpark Steinhuder Meer. Daran, dass die Region eine FÖJ-Stelle ausschreiben konnte, hat der Bau des [DATENBANK=2776]Naturparkhauses in Mardorf[/DATENBANK] entscheidenden Anteil: Das Gebäude beherbergt nicht nur eine Ausstellung und Büros für die Naturpark-Mitarbeiter, sondern auch eine Ein-Zimmer-Wohnung mit Küchenzeile und Bad für Teilnehmer am Freiwilligendienst.

„Mit dem Naturparkhaus haben wir unser Angebot im Bereich Umweltbildung noch einmal ausgebaut. Dazu gehörte von Anfang an auch die Idee, jungen Menschen im Rahmen eines FÖJ die Möglichkeit zu geben, die Natur und Aufgaben rund um das Steinhuder Meer kennenzulernen“, erläutert Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt bei der Region Hannover.

Hahn kann mittlerweile bereits auf einige Monate im Naturpark zurückblicken. „Die Zeit ist spannend, weil es so viele neue Eindrücke gibt“, erzählt der 19-Jährige. Er wollte nach dem Abitur etwas Sinnvolles und Naturnahes machen, ohne sich gleich auf ein Studium festzulegen. Perfekte Voraussetzungen also, um sich zu bewerben. Die Aufgaben rund ums [DATENBANK=3472]Steinhuder Meer[/DATENBANK] sind vielfältig: Hahn begleitet Ranger Hendrik Holte bei seinen Rundgängen, unterstützt bei Führungen, dem Sichern von Wegen und beim Entfernen invasiver Arten. Tatkräftige Hilfe, über die sich der Ranger freut: „Man merkt Lukas seine Begeisterung an, und er lernt bei jeder Tour etwas dazu.“

Neben dem Unterwegssein in der Natur gefällt Hahn vor allem der direkte Kontakt mit den Menschen. „Ich habe schon Besuchergruppen durch die Ausstellung im Naturparkhaus geführt. Das war eine tolle Erfahrung.“ Nach Feierabend pendelt der begeisterte Kampfsportler regelmäßig nach Neustadt und Nienburg, wo er Ju-Jutsu trainiert und selbst Jugendliche unterrichtet.

Und nach dem FÖJ? „Ich werde auf jeden Fall ein Studium beginnen“, erzählt Hahn. Was genau stehe zwar noch nicht fest, aber: „Das FÖJ hilft mir auf jeden Fall bei der Entscheidung. Im Moment tendiere ich zu Geologie.“

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) zählt zu den so genannten Jugendfreiwilligendiensten – wie auch das Freiwillige Soziale Jahr – und wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend und den zuständigen Landesbehörden in den jeweiligen Bundesländern gefördert. Teilnehmer des FÖJ erhalten ein Taschengeld, Unterkunft und Verpflegung oder eine Sachkostenersatzpauschale. Sie sind sozialversichert und werden zusätzlich durch den Träger fachlich und pädagogisch begleitet. Träger für das FÖJ in Niedersachsen ist die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA).

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Erstellt:
22. Januar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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