Das Gebäude war nicht mehr zu retten. Foto: Thiermann

Das Gebäude war nicht mehr zu retten. Foto: Thiermann

Warpe 10.07.2021 Von Marion Thiermann

Wohnhaus in Nordholz geht in Flammen auf

Leerstehendes Wohngebäude wird bei Brand in der Nacht zu Samstag komplett zerstört / Brandursache unklar

Ein nächtlicher Brand zerstörte in den frühen Stunden des Samstagmorgen ein leerstehendes Wohngebäude im Warper Ortsteil Nordholz.

Unter dem Einsatzstichwort „Gebäudebrand“ wurden um 3:54 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren Warpe, Bücken, Duddenhausen, Hoya, Wietzen, Nienburg, sowie der Einsatzleitwagen der Samtgemeinde Hoya, die Polizei Hoya, ein Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bund und der THW-Ortsverband Hoya auf ein landwirtschaftliches Anwesen nach Nordholz alarmiert. Zwei Passantinnen hatten den Brand bemerkt, die Besitzer im Hauptwohnhaus alarmiert und den Notruf abgesetzt.

Beim Eintreffen der ersten Ortswehren steht der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Foto: Thiermann

Beim Eintreffen der ersten Ortswehren steht der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Foto: Thiermann

Beim Eintreffen der ersten Ortswehren stand der Dachstuhl des leerstehenden Gebäudes bereits in Vollbrand, woraufhin die Feuerwehr Nienburg, die mit der Drehleiter alarmiert war, ihre Anfahrt abbrechen konnte. Unter der Einsatzleitung von Warpes Ortsbrandmeister Nils Hogrefe wurden Wasserversorgungen aus einem naheliegenden Hydranten, mit dem unter anderem das wasserführende Tragkraftspritzenfahrzeug aus Warpe gespeist wurde, sowie mit neunundvierzig B-Schläuchen aus einem entfernterem Löschwasserbrunnen verlegt.

Die Einsatzstelle wurde zunächst in zwei Abschnitte unter der Leitung der Ortsbrandmeister Jan Schumacher (Bücken) und Jan-Dirk Märtens (Wietzen) unterteilt. Trotz aller Bemühungen war das Gebäude nicht mehr zu retten. Kurz nach dem Eintreffen der insgesamt fünfundsechzig Einsatzkräfte mit dreizehn Feuerwehrfahrzeugen brachen bereits der Dachstuhl und Teile der Zwischendecke zusammen. Das Feuer hatte sich durch das auf dem Dachboden gelagerte trockene Stroh zu schnell ausgebreitet, man musste das Gebäude kontrolliert abbrennen lassen.

Brandursache aktuell noch unklar

Mitarbeiter der Avacon und der Gasversorgung Hoya wurden hinzugerufen, um die Strom- und Gasleitungen abzuklemmen, die mit einem Minibagger der Firma Mittelweser Tiefbau freigelegt wurden. Mit einem Bagger des THW-Ortsverbandes Hoya wurden die restlichen einsturzgefährdeten Dachbalken und Zwischendeckenteile eingerissen. Der Rettungswagen des ASB aus Hoya, der zum Schutz des Großaufgebots an Einsatzkräften vor Ort war, wurde zwischenzeitlich von einem Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuz aus Nienburg abgelöst.

Die Feuerwehr wurde unter anderem vom Technischen Hilfswerk beim Einsatz unterstützt. Foto: Thiermann

Die Feuerwehr wurde unter anderem vom Technischen Hilfswerk beim Einsatz unterstützt. Foto: Thiermann

Von einem ortsansässigen Gastronomiebetrieb wurden zudem kurzfristig belegte Brötchen und Kaffee organisiert. Nach vier Stunden konnten die meisten Feuerwehren ihren Einsatz beenden. Die Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Warpe wurde in mehrere Gruppen eingeteilt, die abwechselnd die Nachlöscharbeiten und Brandwache gewährleisten, die wohl noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen werden. Die Brandursache ist unklar, das Gebäude ist allerdings komplett zerstört worden.

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Erstellt:
10. Juli 2021, 18:03 Uhr
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